24.12.2006 12:54 |

Euthanasie-Ikone

Sterbehilfe-Kämpfer Welby in Rom beerdigt

Der italienische Sterbehilfe-Vorkämpfer Piergiorgio Welby wurde am Sonntag in Rom beerdigt. Welby war am Mittwochabend gestorben, nachdem ein Arzt die Geräte abgeschaltet hatte, die den Patienten künstlich beatmeten. Nachdem die katholische Kirche eine religiöse Beerdigung ablehnte, fand lediglich eine zivile Bestattung statt. Hunderte erwiesen dem Verstorbenen die letzte Ehre.

Die Radikale Partei, die sich für Welby und seinen Wunsch zu sterben stark gemacht hatte, forderte seine Unterstützer auf, sich um 10.30 Uhr auf dem Platz San Giovanni Bosco zu versammeln. Hunderte kamen, um dem Toten die letzte Ehre zu erweisen.

Welby litt seit seinem 18. Lebensjahr an einer unheilbaren Krankheit und wurde seit 1997 durch künstliche Beatmung am Leben gehalten. Sein Kampf um die im katholisch geprägten Italien verbotene Sterbehilfe löste landesweit eine heftige Debatte aus.