18.12.2006 12:39 |

Gespräche in Peking

Nordkorea fordert Ende aller Sanktionen

Nordkorea hat die Aufhebung aller Sanktionen der UNO und der USA gefordert, bevor es über ein Ende seines Atomwaffenprogramms verhandeln will. Bei der Wiederaufnahme der Sechs-Parteien-Gespräche am Montag in Peking warnte der nordkoreanische Chefunterhändler Kim Kye Gwan, sein Land werde sein Abschreckungspotenzial ausbauen, falls die Sanktionen bestehen blieben oder ausgeweitet würden.

US-Chefunterhändler Christopher Hill habe gekontert, die USA seien mit ihrer Geduld am Ende, verlautete aus Verhandlungskreisen. Hill forderte von Pjöngjang Konzessionsbereitschaft. Nordkorea sei an einer Wegscheide angelangt. "Wir dürfen vor dem Problem nicht weglaufen."

Nach mehr als einem Jahr Unterbrechung wurden die Sechs-Parteien- Gespräche mit den USA, China, Südkorea, Japan und Russland wieder aufgenommen. Die Chefunterhändler kamen in der chinesischen Hauptstadt zusammen, um gut zwei Monate nach dem Atomwaffentest Nordkoreas auszuloten, wie die seit August 2003 laufenden Verhandlungen fortgesetzt werden können.

Die USA, China, Südkorea, Japan und Russland wollen an der gemeinsamen Erklärung vom September 2005 anknüpfen, in der sich Nordkorea zumindest grundsätzlich zur Aufgabe von Atomwaffen im Gegenzug für Wirtschafts- und Energiehilfen sowie eine Sicherheitsgarantie bereit erklärt hatte. Nordkorea hält dagegen mit dem Hinweis auf die "feindselige Politik" der USA an der Atombombe fest, die es angeblich zur "Abschreckung" brauche.