Mi, 17. Oktober 2018

Sparmaßnahme:

22.09.2017 11:26

Bahnhof ohne WC für Pendler

Die Erweiterung der Wiener U-Bahn-Linien ins Umland ist in aller Munde. Kosten- und Zeithorizont werden dabei aber oft aus den Augen verloren. "Viel einfacher umsetzbar sind Verbesserungen der Schnellbahn", sagt Hans Stefan Hintner, Bürgermeister von Mödling. Wobei auch der Bahnausbau so seine Tücken hat …

Davon können Bahnpendler aus Hennersdorf, Bezirk Mödling, ein leidvolles Lied singen. "Da wird im Zuge des Ausbaus der Pottendorfer Linie ein neuer Bahnhof errichtet. Und die ÖBB vergessen glatt auf ein WC vor Ort", wettert Hintner, VP-Nationalratskandidat in der Region. Allerdings: So wirklich "vergessen" haben die Eisenbahnplaner nicht auf mitunter dringende Bedürfnisse ihrer Kunden. Thaddäus Heindl, Vizebürgermeister in Hennersdorf: "Es hat einfach geheißen, in kleinen Stationen mit weniger Frequenz sind Toiletten nicht mehr vorgesehen, basta."

Genau da hakt jetzt Hintner ein. "Dass die Silberpfeile der Wiener U-Bahn unterirdisch ins Umland brausen, ist illusorisch. Realistisch ist hingegen die Verbesserung des Schnellbahn-Angebots", so der Mödlinger Stadtchef. Dabei gehe es nicht nur um dichteren Taktverkehr. "Es muss vor allem das Sicherheitsgefühl der Fahrgäste in Zügen und auf Bahnhöfen gehoben werden", weiß Hintner aus Gesprächen mit Pendlern. Auch Mangel an modernen Waggons, Sauberkeit und Komfort werde beklagt: "Verdreckte WCs gehen gar nicht." Und gar keine Toiletten erst recht nicht!

Christoph Weisgram , Kronen Zeitung

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