Di, 23. Oktober 2018

Brauchtum

18.09.2017 19:41

Wir suchen die liebsten 40 Trachten-Pärchen!

Die "Krone" und "Stiegl" starten Mittwoch die Aktion "Liebste Trachtenpärchen". Täglich werden zehn Kirtagsbesucher von einem "Krone"-Fotografen überrascht. Auf sie wartet eine zünftige Kirtags-Jause und zwei Halbe Bier in der "Stiegl-Alm" am Rupertikirtag. Und ein Foto in der "Krone" gibt es auch.

Bier macht glücklich und zufrieden. Denn der Stoff Hordenin, der auch in Gerstenmalz vorkommt, wirke ähnlich wie der als Glückshormon bekannte körpereigene Neurotransmitter Dopamin. Auf diese Erkenntnis kamen kürzlich Forscher der Uni Erlangen-Nürnberg. Das dürfte auch die Gewinner der "Krone"-Aktion freuen, auf die von Mittwoch bis Samstag zwei "Stiegl"-Bier samt einer Jause warten. 40 Trachtenpärchen werden gekürt und mit Fotos in der Zeitung vorgestellt.

Die Vorbereitungen zum beliebten fünftägigen Fest rund um den Salzburger Dom laufen bereits auf Hochtouren, wie ein Lokalaugenschein am Montag Nachmittag zeigte.

Gruselmomente in der Geisterbahn
Der 26-jährige Markus Ratkowski aus Graz flößt den Kirtags-Besuchern Angst ein. Denn er ist der Chef der Geisterbahn. Und er hat nicht nur schaurige, sondern auch lustige Geschichten auf Lager. "Kürzlich hat einer meiner Arbeiter den Kasperl gespielt. Er hat einen 10-jährigen Buben so erschreckt, dass der Knirps ihm eine blutige Nase verpasst hat", kann sich der gelernte Großhandelskaufmann einen selbstironischen Grinser nicht verkneifen. "Hin und wieder kommen Mädels mit feuchten Hosen heraus . . ."

Schon sein Opa war vor 40 Jahren mit dem Grusel-Fahrgeschäft in Salzburg. In seinen jungen Jahren hat er die Firma von seinem Vater übernommen und ist in ganz Österreich unterwegs.

"Meine Schwester Belinda und ich wollten trotz einer absolvierten Lehre wieder ins Schausteller-Geschäft zurück. Obwohl ich beim Leute-Erschrecken auch schon Watschen abbekommen habe, würde mir auf Dauer das Herumreisen fehlen", sagt Markus, Salzburg gehört zu seinen Lieblingsplätzen.

Regen erschwerte es den Arbeitern
Andreas und Birgit sind schon seit Samstag vor Ort, um ihre "Knedlhittn" und die "Christlalm" aufzubauen. "Der Regen hat es uns nicht leicht gemacht. Vom Aufbau über den Transport organisieren wir alles selbst und auch während der Veranstaltung sind wir seit zwanzig Jahren hier", erzählt die Linzerin.

Nur ein paar Meter weiter werken Manuela Racz aus Mattsee und ihr Mitarbeiter Johann Stranzinger. Sie sind mit ihrer Zuckerwatte, den Mandeln, den Schokofrüchten, Schaumrollen und Süßwaren seit 40 Jahren am Rupertikirtag vertreten, zählen also zum Stamminventar von Beginn an. Wie entsteht eigentlich Zuckerwatte? "Der Zucker wird in der Heizspirale unserer Maschine erhitzt, bis er schmilzt. Durch die Erwärmung und die Umdrehungen entstehen Fäden, die dann auf einen Holzstab, der kreisend in das Gefäß gehalten wird, gedreht werden", erklärt Stranzinger.

150 Jahre altes Karussell nur einmal aufgebaut
Die Schausteller-Familie betreibt auch das für Fotomotive beliebte Karussell und eine Schießbude. "Unser Karussell ist 150 Jahre alt und wurde von Generation zu Generation weitergegeben. Einmal im Jahr - eben die fünf Tage am Rupertikirtag - wird es in Betrieb genommen. Sechs Männer bauen drei Tage lang auf", berichtet Manuela Racz, dass überdies auch noch Arbeiten wie Nachmalen, das Streichen der Steigebretter und das Schmieren der Ketten anfallen. "Das ist es uns wert, denn was wäre der traditionelle Kirtag ohne Karussell?"

Sandra Aigner, Kronen Zeitung

Zitat: Julia aus Salzburg, Angestellte bei Trachten Forstenlechner
Heuer sind kurze Dirndl in den Farben Petrolgrün und Beige angesagt. Ich selbst habe insgesamt fünf Kleider im Schrank hängen.

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