15.12.2006 10:22

Zu Fuß um die Erde

Weltenbummler aus Kanada erreicht Wien

An seinem 45. Geburtstag verabschiedete sich der Kanadier Jean Béliveau von seiner Familie in seiner Heimatstadt Montreal und machte sich zu Fuß auf seinen 75.000 Kilometer langen Weg. Sein Ziel: Auf Schusters Rappen den gesamten Globus zu umrunden. Sechs Jahre und 40.000 km später erreichte Jean vor kurzem Österreich, am Donnerstag kam er in Wien an. Jetzt setzt der Weltenbummler seine Tour in der Slowakei fort, durchquert Südosteuropa und wandert weiter in Richtung Asien.

Seit dem Start seines Marsches am 18. August 2000 hat Jean Béliveau 39 Länder durchwandert, Österreich war die 40. Nation, in der er einen Zwischenstopp einlegte. Zuvor führte ihn seine Reise quer durch die USA und Mittelamerika nach Südamerika. In Brasilien schenkte ihm ein Bewunderer ein Flugticket nach Südafrika, wo der Kanadier seine Reise quer durch Afrika und dann nach Europa fortsetzte.

30 Paar Schuhe durchgelatscht
Jean ist allein und nur mit einem Dreiradbuggy unterwegs, in dem er die wichtigsten Dinge mitführt: Wasser, warme Kleidung und ein Zelt. Im Jahr 2012 will er wieder zu Hause in Montreal sein. Jean lebt von Spenden, den Überweisungen seiner Frau und von der Gastfreundschaft derer, denen er begegnet. Bei Tausenden von Familien hat er schon übernachtet, unzählige Male in seinem Zelt geschlafen, über 30 Paar Schuhe verbraucht und drei Nobelpreisträger getroffen, darunter Nelson Mandela.

Ein Marsch für die Kinder dieser Welt
Jeans Marsch um die Erde ist aber nicht nur Selbstzweck, sondern auch ein Kraftakt für die Kinder dieser Welt. Béliveau will auf die Schutzbedürftigkeit von Kindern aufmerksam machen und stellte sein Projekt in den Rahmen des UNESCO-Jahrzehnts der "Kinder der Welt". "Kinder sind unser größter Schatz", sagt Béliveau, der sich auf seiner Reise für die Rechte der Kinder stark macht und unter anderem Paraden organisierte und viele Schulen besuchte, um die Menschen für sein und das UNESCO-Anliegen zu gewinnen.

Auf die Frage, was er als erstes tun wird, wenn er im Jahr 2012 wieder nach Kanada zurückkehrt, meinte er kürzlich: "Ich werde mehr Zeit mit meiner Familie verbringen. Und ich werde zum Psychiater gehen - nach ein paar Sitzungen mit mir wird er seine Koffer packen und auf Weltreise gehen, während ich seinen Job übernehme. Reisen ist die beste Therapie, die es gibt".

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