Di, 13. November 2018

Festnahme in Athen

10.09.2017 19:03

Rot-weiß-rote Asylkarten in Fälscherlabor entdeckt

Er war gerade auf Kundenfang - da klickten die Handschellen. In Athen wurde ein Afghane (33) verhaftet, der gefälschte Ausweise an Flüchtlinge verkaufte. In seiner Wohnung stießen die Beamten dann auf ein höchst professionelles Fälscherlabor. Auch rot-weiß-rote Asylkarten lagen auf der Werkbank.

Zwischen 150 und 500 Euro kassierte der Afghane von den Flüchtlingen pro Ausweis - abhängig von den jeweiligen Papieren. Als der 33-Jährige erneut in Athen auf Kundenfang ging, schlug die Polizei zu. Und als die Beamten folglich seine Wohnung im Stadtteil Agios Pandeleimon "besuchten", staunten sie nicht schlecht: Der Verdächtige hatte sich ein professionelles Labor eingerichtet - inklusive PC, Tablets, Thermodrucker, Cutter, Lösungsmitteln und Spezialwerkzeugen.

Nicht weniger als 34 fertige Ausweise wurden im Fälscherlabor sichergestellt. Von Pässen über Identifikationskarten bis hin zu Aufenthaltserlaubnissen - das Angebot des Afghanen war breit gefächert. Auch fünf österreichische Asylkarten lagen auf der Werkbank.

IS sitzt auf Berg von Blanko-Dokumenten
Indes schlagen deutsche Kriminalisten Alarm: Demnach habe die Terrormiliz Islamischer Staat rund 11.000 syrische Blanko-Pässe erbeutet. Man befürchtet, dass der IS damit Kämpfer in den Westen einschleusen könnte.

Klaus Loibnegger, Kronen Zeitung

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