Sa, 17. November 2018

Auf Tirol verteilt

04.09.2017 15:23

1600 Plakate weisen auf Gefahren am Schulweg hin

Mit dem Unterrichtsstart am Montag in 450 Tiroler Pflichtschulen - die "Krone" berichtete ausführlich - begann für rund 82.000 Kinder auch das "Abenteuer" Schulweg mit all seinen dort lauernden Gefahren. Damit diese Wege möglichst unfallfrei bleiben, wurde in allen 279 Tiroler Gemeinden eine Plakataktion gestartet.

"Achtung Kinder" - kurz und prägnant steht auf den rund 1600 im ganzen Land aufgestellten, bunt gehaltenen Plakaten, um was es geht. Aufpassen auf die Schwächsten in unserer Gesellschaft. Denn mit Schulbeginn startet für viele Kinder auch ein neuer, aufregender Lebensabschnitt, der sie möglicherweise so manche Verhaltensregel im Straßenverkehr vergessen lässt. Aus diesem Grund haben die Allgemeine Unfallversicherungsanstalt (AUVA) und das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV) es sich zur Aufgabe gemacht, die Autofahrer mit Hilfe einer groß angelegten Plakataktion noch mehr zu sensibilisieren und an erhöhte Rücksicht im Straßenverkehr zu erinnern.

"KInder brauchen besondere Rücksichtnahme"

"Wenn Kinder zu aktiven Verkehrsteilnehmern werden, brauchen sie besondere Rücksichtnahme, denn oft sind sie nicht in der Lage, gefährliche Situationen im Straßenverkehr zu erkennen und sich entsprechend zu verhalten. Vor allem motorisierte Lenker sollten sich verstärkt bewusst machen, dass Kinder aus dem Vertrauensgrundsatz ausgenommen sind und daher besondere Vorsicht gefordert ist", sagt Martin Pfanner vom KFV.

Erwachsene sollten Vorbilder für Kinder sein

"Für die Sicherheit der Kinder im Straßenverkehr sind nicht nur deren Eltern verantwortlich. Alle Verkehrsteilnehmer können dazu beitragen, Unfälle zu vermeiden. Sie sollten Vorbilder sein", erklärt AUVA-Experte Wolfgang Boesau.

Im Vorjahr verunglückten 57 Kinder an Schulwegen in Tirol

Im Vorjahr verunglückten in Tirol insgesamt 57 Kinder im Alter von 6 bis 15 Jahren am Weg zur Schule. Die Plakataktion wird neben Tirol auch noch in der Steiermark, in Kärnten, Oberösterreich und Burgenland umgesetzt. Insgesamt wurden in Österreich über 1300 Gemeinden mit rund 7700 Schulanfangsplakaten ausgestattet.
 

Claus Meinert
Claus Meinert

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