Di, 11. Dezember 2018

"Sehr feindlich"

03.09.2017 15:04

Trump: "Nordkorea ist ein Schurkenstaat"

US-Präsident Donald Trump hat den jüngsten Atomwaffentest Nordkoreas als "sehr feindlich und gefährlich" für die USA bezeichnet. Pjöngjang sei eine "große Bedrohung und Peinlichkeit" auch für China, "das versucht zu helfen, aber mit wenig Erfolg", schrieb Trump am Sonntag im Kurzbotschaftendienst Twitter. Eine Politik der Befriedung mit Pjöngjang "funktioniert nicht".

Nordkorea hatte in der Früh die "erfolgreiche" Zündung einer Wasserstoffbombe gemeldet. Der Test habe eine "beispiellose Kraft" entfaltet und sei ein "absoluter Erfolg" gewesen, berichtete das nordkoreanische Staatsfernsehen. Mit dieser Bombe könne das Land auch eine Langstreckenrakete bestücken, hieß es in dem Bericht.

Video: Kim schockt die Welt mit neuem Atomtest

"Die verstehen nur eins!"

Donald Trump setzte daraufhin einige Tweets mit unmissverständlichen Botschaften ab. Besonders brisant ist jene, in der er erklärt, dass Südkoreas Beschwichtigungen nichts brächten. Denn "die verstehen nur eins!" - eine klare Drohung an Kim Jong Un.

EU: Nordkorea muss Waffenprogramme vollständig aufgeben
Nach dem neuerlichen nordkoreanischen Atomtest werden sich diese Woche auch die EU-Außenminister mit dem Nordkorea-Konflikt befassen. Die Botschaft der Europäischen Union sei klar: Nordkorea müsse seine Programme für nukleare Massenvernichtungswaffen und ballistische Raketenprogramme vollständig und nachprüfbar aufgeben, forderte die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini, die den Atomtest als schwere Provokation und eine ernste Bedrohung der regionalen und internationalen Sicherheit verurteilte. Dies müsse unumkehrbar sein, alle damit zusammenhängenden Tätigkeiten müssten eingestellt werden.

Russland ruft zu Verhandlungen auf
Russland warnte Nordkorea indes vor schwerwiegenden Folgen des Atomtests. "Unter diesen Bedingungen ist es unerlässlich, Ruhe zu bewahren und jegliche Handlungen zu unterlassen, die zu einer weiteren Eskalation der Spannungen führen." Das Ministerium sprach von einer ernsthaften Gefahr für den Frieden in der gesamten Region. Vizeaußenminister Sergej Rjabkow rief alle Beteiligten zu Verhandlungen auf. Es gebe keine Alternativen dazu, sagte er der Agentur Interfax.

Der russische UNO-Botschafter Wassili Nebensja hatte am Samstag vor neuen Sanktionen gegen Nordkorea gewarnt. "Die Ressourcen für Druck auf Pjöngjang durch Sanktionen sind erschöpft", sagte der Diplomat in New York. "Darüber hinaus sehen wir, dass es im Kern nicht funktioniert."

Macron fordert schnelle Reaktion des UNO-Sicherheitsrats
Der französische Präsident Emmanuel Macron forderte eine schnelle Reaktion der Mitglieder des UNO-Sicherheitsrats. "Die internationale Gemeinschaft muss diese neue Provokation mit größter Standhaftigkeit behandeln", teilte der Elysee-Palast am Sonntag in Paris mit. Ziel sei es, Nordkorea dazu zu bringen, "ohne Bedingungen auf den Weg des Dialogs zurückzukehren und die vollständige, überprüfbare und irreversible Stilllegung seiner nuklearen und ballistischen Programme vorzunehmen".

Kurz verurteilt Test "auf das Schärfste"
Außenminister Sebastian Kurz rief Nordkorea dazu auf, "einseitige Provokationen" zu stoppen und zu Verhandlungen zurückzukehren. Den Atomtest verurteilte er "auf das Schärfste". Dieser sei nicht nur eine Verletzung der internationalen Verpflichtungen Pjöngjangs, sondern auch "rücksichtslos und unverantwortlich in Zeiten erhöhter Spannungen auf der koreanischen Halbinsel", betonte Kurz.

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