Krise bei Wozabal

"Situation ist für Mitarbeiter ein Riesenproblem"

Was passiert mit dem Wäschereiniger Wozabal? Wie lange steht das Unternehmen es durch, keine Krediterhöhungen bei den Banken mehr zu erhalten? Kann der Firmenchef eine Finanzierung aufstellen? Das sind nur einige der Fragen, die seit dem Bekanntwerden der extremen Finanz-Probleme bei den Ennsern offen sind.

Die Betriebsräte der Firma Wozabal hatten am Dienstag einen Termin bei der Arbeiterkammer. Bei diesem Gipfel war auch die Gewerkschaft mit dabei. "Der Termin diente vor allem der Information, aber wir sind auch verschiedene Szenarien durchgegangen", sagt Walter Schopf, Landessekretär der Gewerkschaft Pro-Ge. Was genau im Detail besprochen wurde, ist nicht bekannt. Aber man kann davon ausgehen, dass auch einmal durchgespielt wurde, welche Schritte im Falle einer Insolvenz des Unternehmens sofort gesetzt werden müssen.

Unter Beobachtung
Denn Fakt ist: Die Lage des Wäschereinigers, der allein Oberösterreich in Linz, Enns und Lenzing Standorte hat, ist mehr als prekär. Die Löhne für 725 Arbeiter konnten letzte Woche nicht ausbezahlt werden - wir berichteten. Ein Liquiditätsengpass! Laut Firmenchef Christian Wozabal wären zur Überweisung der Löhne etwa zwei Millionen Euro nötig gewesen, die das Unternehmen aber derzeit nicht hat. "Wir beobachten die Situation", sagt Schopf.

"Ein Riesenproblem"
Die Zahl der betroffenen Mitarbeiter, die sich bei der Gewerkschaft melden, werden mehr. "Die Situation ist für die Mitarbeiter, die ohnehin auf jeden Euro schauen müssen, ein Riesenproblem", erzählt Schopf, "Sorgen und Ängste sind vorhanden und das ist völlig verständlich." Gesamt zählt Wozabal 1096 Beschäftigte.

Barbara Kneidinger, Kronen Zeitung

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Mittwoch, 25. November 2020
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