Eine junge Frau kann wegen einer fatalen Fehldiagnose keine Kinder mehr bekommen, die gesunde Gebärmutter wurde ihr im Linzer Kepler Uniklinikum entfernt – die „Krone“ berichtete. Es ist nicht der erste Skandal, der die Uniklinik erschüttert. Jetzt gibt es die ersten offiziellen Reaktionen.
„Als Ärztlicher Direktor des Kepler Universitätsklinikums bedauere ich den Vorfall und natürlich nehmen wir dieses Ereignis sehr ernst. Die Sicherheit, das Wohl und das Vertrauen unserer Patientinnen und Patienten haben für uns oberste Priorität“, schreibt der Ärztliche Direktor Dr. Karl-Heinz Stadlbauer auf „Krone“-Anfrage.
Und er versucht zu erklären: „Auch wenn im medizinischen Kontext ein minimales Restrisiko wie im vorliegenden Fall nie völlig ausgeschlossen werden kann, tun wir alles in unserer Macht Stehende, Risiken so gering als möglich zu halten. Wir haben daher unmittelbar nach Bekanntwerden des Vorfalls alle internen Abläufe und Leitlinien mehrfach kritisch überprüft und Schulung zur Sensibilisierung durchgeführt.“
„Stehen weiter für Gespräche offen“
Rechtlich ist die Sache noch weit nicht erledigt und Dr. Stadlbauer sagt dazu: „Weiters haben wir der Betroffenen psychologische Unterstützung angeboten sowie mehrfach auf die objektive Prüfung durch die oö. Patienten- und Pflegevertretung verwiesen. Wir stehen ihr und ihrem Rechtsvertreter weiterhin für Gespräche zur Verfügung, um alle offenen Fragen zu klären.“
Dieser Vorfall ist ein weiteres Symptom für den dringenden Handlungsbedarf im Kepler Uniklinikum.
SPÖ-Gesundheitssprecher Peter Binder
SP-Gesundheitssprecher wartet auf Sonderprüfung
Auch SPÖ-Gesundheitssprecher Peter Binder konnte von der „Krone“ schon für eine Stellungnahme erreicht werden. „Dieser Vorfall ist ein weiteres Symptom für den dringenden Handlungsbedarf im Kepler Uniklinikum.“ Und er wartet schon mit Spannung auf die Ergebnisse der Sonderprüfung des Spitalswesens in OÖ durch den Landesrechnungshof, Oberösterreichs SPÖ, Grüne und NEOS beantragten.
„Warum passiert das immer nur im KUK?“
„Wir haben dieses tolle und gar nicht so billige Uniklinikum, doch es hapert noch immer an den Abläufen und am Management. Warum laufen in einigen Abteilungen noch immer die Leute davon und es gibt offenbar noch Sand im Getriebe bei der Organisation“, meint Binder, der auch fragt: „Warum passieren solche Fehler offenbar immer nur im KUK. Von den Ordensspitälern hört man nichts Negatives, außer dass gestreikt wird.“
Statement von Gesundheitsreferentin noch ausständig
Die „Krone“ hat natürlich auch schon bei Landeshauptmann-Stellvertreterin und Gesundheitsreferentin Christine Haberlander (VP) angefragt, ihre Reaktion wird ergänzt, sobald sie eintrifft.
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