12.08.2017 07:47 |

Abrechnungsfehler

Aufregung um die Rückzahlung der Löhne

Auf Unverständnis bei ÖVP und Grünen stößt der Plan, Mitarbeitern der Stadtwache nur einen Teil der falsch berechneten Gehälter zurück zu zahlen. Wie berichtet, erhielten sie wegen eines Programmierfehlers seit 2010 zu wenig Feiertags-Zuschläge ausbezahlt. Geld soll es aber nur für die letzten drei Jahre geben.

"Es kann nicht sein, dass die Mitarbeiter der Stadtwache um Geld umfallen, das ihnen zusteht", sind die Klubchefs Ursula Roschger (Grünen) und Martin Hajart (ÖVP) einer Meinung.
Wie berichtet, wurde wegen eines Programmierfehlers im Buchhaltungssystem Mitarbeitern des Ordnungsdienstes ein Feiertagszuschlag im Urlaubs- und Krankenstandgeld nicht verrechnet. Ab Tag eins der Gründung des Ordnungsdienstes im Jahr 2010 wurde zu wenig ausbezahlt. In Summe sind das etwa rund 50.000 Euro.

Dreijähirge Verjährungsfrist
Geld zurück soll es aber wegen der Verjährungsfrist nur für die letzten drei Jahre geben - insgesamt rund 20.000 Euro. "Das ist gesetzlich so geregelt", erklärt der für die Ordnungswache zuständige Referent und FP-Stadtvize Detlef Wimmer. Dieses Vorgehen würde allen Beteiligten wohl auch einiges an Mühen ersparen. Im Aufsichtsrat war von einer Kompensation des Betrags durch "konsequentes Kostenmanagement" im Ordnungsdienst die Rede.

Schiefe Optik entstanden
"Es gäbe aber auch noch die Möglichkeit von Kulanz-Lösungen. Wimmer soll seine Verantwortung wahrnehmen und die Sache schleunigst und zum Wohle der Mitarbeiter in Ordnung bringen", ärgert sich Ursula Roschger. Derzeit beschäftigt der Ordnungsdienst 28 Mitarbeiter.
Auch Hajart ist für eine rasche Aufarbeitung: "Die öffentliche Hand muss ein Vorbild für eine korrekte Abwicklung sein. Die immer wieder kehrenden Fehler und Probleme im Linzer Magistrat häufen sich leider und führen zu einer schiefen Optik."

Mario Zeko, Kronen Zeitung

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