Mo, 24. September 2018

Öffis als Wahl-Turbo

31.07.2017 15:24

Grüne: "Österreich-Ticket" für drei Euro pro Tag

Die Grünen setzen auf günstigen öffentlichen Verkehr als Wahlkampfthema. Bundessprecherin Ingrid Felipe trat am Montag für ein "Österreich-Ticket" ein, das drei Euro pro Tag bzw. als Jahreskarte 1095 Euro kosten soll. Gleichzeitig soll - auf Kosten der Asfinag - der Bahnausbau forciert werden. Damit sollen Treibhausgasemissionen im Verkehrsbereich reduziert werden.

Felipe will österreichweit ausrollen, was in den grün mitregierten Bundesländern Wien und Vorarlberg mit dem 365-Euro-Jahresticket sowie in Tirol (dort allerdings um 490 Euro) bereits eingeführt ist. Ihre Vorstellung: Die Netzkarte soll generell einen Euro für ein Bundesland, zwei Euro für zwei und drei Euro für das gesamte Bundesgebiet kosten.

Budget-Zusatzkosten "nicht so dramatisch"
Für die öffentliche Hand käme dies nicht allzu teuer, sagen die Grünen. In Summe müssten nicht mehr als maximal 200 Millionen Euro zugeschossen werden, so Verkehrssprecher Georg Willi. In Tirol habe die Umstellung etwa zehn Millionen Euro an Mehrkosten verursacht, so Felipe: "Es ist tatsächlich nicht so dramatisch wie viele vermuten."

Geld umleiten wollen die Grünen auch in den Ausbau der Schiene, denn "das wichtigste Elektromobil ist die Bahn", so Willi. Das Autobahnausbauprogramm müsse evaluiert werden. Der Bund soll nicht nur in die Elektrifizierung bestehender Bahnstrecken investieren, sondern sich (wie bei der Wiener U-Bahn) auch am Straßenbahn- und O-Bus-Ausbau in den Ländern finanziell beteiligen.

Aus für Diesel- und Benzinautos ab 2030: "Wohl, das geht"
Autos mit Diesel- oder Benzinmotor sollen nach Ansicht der Grünen ab 2030 nicht mehr neu zugelassen werden dürfen. Zweifel daran, dass all die Elektroautos dann auch mit erneuerbarer Energie betrieben werden können, ließ Willi nicht gelten: "Wohl, das geht", verwies er auf die unausgeschöpften Potenziale von Sonnen-, Wind- und Erdwärme-Energie.

 krone.at
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