Mo, 24. September 2018

Schwimm-Hoffnung

25.07.2017 10:03

Felix Auböck: Mit "Flossen" und dem Phelps-Pool

Für viele internationale Beobachter bei der WM in Budapest überraschend, schwamm Felix Auböck am Sonntag in der Königsdisziplin Kraul über 400 m als Fünfter mitten in die Weltspitze. Experten wussten natürlich schon lange um das Talent des 20-jährigen Aufsteigers. "Sein Weg war immer vorgezeichnet", erinnert sich Jugendtrainer Walter Bär, bei dem der Bad Vöslauer zwischen 2010 und 2013 in der Südstadt trainierte: "Felix hat perfekte körperliche Voraussetzungen! Er ist groß und schmal, hat lange Arme und Beine, die gute Hebel sind. Die riesigen Hände und Füße ermöglichen viel Druck auf das Wasser wie Flossen", erklärt Bär, "dazu ist er sehr ehrgeizig und fokussiert."

Schon mit 14 war es das Ziel des 1,98 m großen Niederösterreichers, nach der Schule in den USA ein Schwimm-Stipendium zu bekommen. Was über die Zwischenstation Berlin nach Rio 2016 auch klappte.

Michigan-Trainer Sam Wensman und seine Kollegen hatten schon lange ein Auge auf den Österreicher geworfen: "Felix ist unglaublich. Und es gibt noch so viel zu verbessern, wie den Startsprung oder die Wenden", schwärmt Wensman. Als Trainingsstandort ist die University of Michigan in Ann Arbor ein Jackpot. Starke Trainingspartner, zwei Pools , sechs Trainer am Beckenrand und immer ein Physiotherapeut vor Ort. Eine Umgebung, in der auch US-Superstar Michael Phelps längere Zeit trainierte.

"Ich bin täglich sechs Stunden im Wasser", erzählt Auböck, der nach dem WM-Traumstart am Montag Pech hatte - zeitgleich mit dem Ägypter Elkamash in 1:47,40 Minuten 16. im 200-m-Kraul-Vorlauf wurde. Das hätte ein Ausschwimmen um den Semifinal-Einzug bedeutet. Ein zusätzliches Rennen bei dem Mammutprogramm? Keine Option. "Obwohl ich nach dem 400-m-Finale um 21.30 geschlafen habe, haben sich die 200 m schwer angefühlt. Daher habe ich auf das mögliche Semifinale verzichtet und konzentriere mich auf die 800 m", sagte der Olympia-18. von Rio. Dort will unser neuer Schwimm-Stern heute wieder ins Finale.

Anja Richter/Budapest, Kronen Zeitung

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