Mo, 23. Juli 2018

Wimbledon-Finale

15.07.2017 09:07

Marach: "Dieses Märchen ist für mich unpackbar!"

Der fast 37-jährige Tennis-Papa Oliver Marach will heute beim Klassiker in Wimbledon Doppel-Geschichte schreiben. Ohne Schmerztabletten kann der Steirer nicht einlaufen...

Wie ein Phönix aus der Asche! Seine Karriere hing schon mehrmals an einem seidenen Faden, an so einen Erfolg hat kaum einer mehr geglaubt, doch Oliver Marach schreibt 2017 eine der schönen Storys beim Tennis-Hit in Wimbledon.

Der Dauerbrenner zog mit seinem kroatischen Partner Mate Pavic nach einem 4:6, 7:5, 7:6, 3:6, 17:15 (!) in 4:35 Stunden gegen Mektic/Skugor ins Doppel-Endspiel ein. "Ein heldenhaftes Semifinale, ich war danach total fertig, musste ein Eisbad nehmen", jubelte der Steirer, der am Sonntag seinen 37. Geburtstag feiert, "dieses Märchen ist für mich unpackbar!"

Seine Karriere glich einer Achterbahnfahrt. Im Einzel schaffte er zwar den Sprung in die Top 100, doch der große Durchbruch fehlte. Im Doppel lief Marach zur Höchstform auf (Nummer acht der Welt im Oktober 2008) und qualifizierte sich 2009 fürs Masters in London. Verletzungen, oft musste er den Partner wechseln. Mit Pavic erlebt er heute im "Rasen-Mekka" gegen Lukasz Kubot und Marcelo Melo den Höhepunkt seiner Laufbahn. Kurios: Der Pole Kubot ist nicht nur Marachs einstiger Partner, sondern auch sein Trauzeuge. "Wir spielen gegen das beste Doppel in diesem Jahr", meint Oliver, "wir geben alles. In einem Finale in Wimbledon muss man sowieso über sich hinauswachsen!"

Dabei ist Marach alles andere als fit. "Eine Handgelenksverletzung macht Probleme, ohne Schmerztabletten kann ich nicht spielen." Jürgen Melzer holte bei den Profis in Wimbledon zwei Trophäen (Doppel und Mixed), Marach will ihm heute folgen. Viel Unterstützung gibt ihm seine Familie. Der Vater zweier Töchter (Leah ist fünf, Amelie zwei Jahre alt) lebt mit Gattin Jessie seit zehn Jahren in Panama.

"Weil dort ihre Familie daheim ist, ich fühl mich in Mittelamerika extrem wohl. Die Mentalität taugt mir." Jessie und Leah drücken heute in London fest die Daumen, Papa Oliver könnte knapp 230.000 Euro in die Familienkassa einspielen.

Peter Moizi, Kronen Zeitung

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