14.07.2017 13:33 |

Ermittlungen

Haben Polizisten gegen G20-Chaoten überreagiert?

Nach den schweren Krawallen während des G20-Gipfels am vergangenen Wochenende in Hamburg wird derzeit gegen 35 deutsche Polizisten ermittelt. In 27 Fällen gehe es um Körperverletzung im Amt, sagte ein Sprecher der Hamburger Innenbehörde am Freitag. Bürgermeister Olaf Scholz lobte unterdessen zum wiederholten Male die Arbeit der Polizei. "Polizeigewalt hat es nicht gegeben, das ist eine Denunziation, die ich entschieden zurückweise", so der SPD-Politiker.

"Ich will ausdrücklich sagen: Es gab sehr besonnene, sehr mutige, sehr schwierige Einsätze der Polizei. Und die Polizei hat wirklich alles getan, was möglich gewesen ist", sagte Scholz in einem Interview mit dem Radiosender NDR 90,3. In der Nachbetrachtung eines solchen Gipfels werde immer alles aufbereitet. Er glaube, der Polizei werde auch anschließend nichts vorzuwerfen sein.

Bei den drei Tage dauernden Ausschreitungen während des Gipfels waren fast 500 Polizisten und eine unbekannte Zahl an Demonstranten verletzt worden. Geschäfte wurden geplündert, Autos angezündet und Straßenzüge verwüstet. Es gab immer wieder Berichte, wonach die Einsatzkräfte auch gegen friedliche Demonstranten teilweise Pfefferspray und Wasserwerfer eingesetzt hätten.

Video: Verwüstungen in Hamburg

Bei der finanziellen Entschädigung der Krawallopfer haben sich Hamburg und die deutsche Bundesregierung mittlerweile auf Details geeinigt. Die Hansestadt richtet derzeit einen Härtefallfonds ein, bei dem Betroffene Ansprüche geltend machen können. Wie das deutsche Bundesfinanzministerium mitteilte, übernimmt der Bund die Hälfte der Entschädigungskosten.

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