So, 18. November 2018

Aufregung im Web

09.07.2017 20:41

G20-Chaos: Hier platzt einem Polizisten der Kragen

Nach den Chaostagen von Hamburg rund um den G20-Gipfel sorgt nun ein Video auf Twitter für Aufregung. Darauf zu sehen sind mehrere Polizeifahrzeuge, die offenbar auf dem Weg zu einem Einsatz sind. Weil mehrere Radfahrer die Straße blockieren, kommen die Beamten nur langsam voran. Ein Mann stellt sich vor das Fahrzeug. Daraufhin platzt einem der Polizisten der Kragen: Er steigt aus dem Auto aus und schlägt zu ...

"Einem Polizist platzt der Kragen", schrieb der User auf Twitter, als er das Video online stellte. Die Reaktionen fallen gemischt aus. Während die einen meinen, hier sei ein Fall übertriebener Polizeigewalt dokumentiert, jubeln andere dem Beamten zu. Nach den Krawallen in Hamburg musste sich auch die Polizei mit einigen Vorwürfen auseinandersetzen - man sei zu hart vorgegangen bzw. zu wenig vorbereitet gewesen, heißt es. Auch der Umgang mit Journalisten wurde kritisiert.

Polizeipräsident weist Vorwürfe zurück
Hamburgs Polizeipräsident Ralf Martin Meyer wies diese Vorwürfe zurück. Seine Bilanz fiel am Sonntag nach dem Gipfel dennoch gemischt aus: Er sei stolz, dass es bei dem bisher größten Einsatz der Hamburger Polizei gelungen sei, die Sicherheit des Treffens "mit den zahlreichen Störversuchen" bis zum Schluss zu gewährleisten.

Ihn bedrücke aber, dass es nicht gelungen sei, Verletzungen der Einsatzkräfte zu vermeiden und den Schutz des Eigentums der Hamburger Bürger umfassend zu gewährleisten. Rund um das Treffen der großen Wirtschaftsmächte war es zu heftigen Krawallen mit zahlreichen Verletzten gekommen.


Über 20.000 Beamte im Einsatz
Mehr als 20.000 Beamte seien im Einsatz gewesen, erklärte Meyer. Es sei "alles, aber auch wirklich alles Menschenmögliche an Vorkehrungen getroffen" worden. Mit Blick auf den juristischen Streit um Übernachtungscamps für G20-Kritiker betonte Meyer, für die Polizei sei es wichtig gewesen, "keine Schlafstätten für militante Extremisten" in Hamburg zu haben - das sei letztlich aber nicht gelungen. Es sei schwierig, wenn "Täter ohne Bezug zum Gipfel" an unterschiedlichen Stellen der Stadt in einer "Kleingruppentaktik" agierten.

Bisher seien insgesamt 37 Haftbefehle gegen Verdächtige erwirkt worden, sagte der Hamburger Einsatzleiter Hartmut Dudd. Den Angaben zufolge wurden insgesamt 476 Beamte verletzt.

 krone.at
krone.at

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
Lohnplus von 3,46%
Einigung bei Metaller-KV, Streiks abgewendet
Österreich
2:1 in Nordirland
Lazaro schießt Österreich in Minute 93 zum Sieg!
Fußball International
„Müssen jetzt handeln“
Macron und Merkel einig: EU steht am Scheideweg
Welt
Nations League
England nach 2:1 Gruppensieger, Kroatien steigt ab
Fußball International
Aus Gehege entkommen
Wilde Schweinejagd hielt Polizisten auf Trab
Niederösterreich
Unfassbare Wende
Hat Sporting-Boss brutale Attacke selbst geplant?
Fußball International
Mane in Afrika-Quali
Ex-Salzburger bricht nach Sieg in Tränen aus!
Fußball International

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.