Fr, 17. August 2018

Wimbledon-Sensation

05.07.2017 11:11

Sebastian Ofner: Österreichs neue Tennis-Hoffnung?

Der 21-jährige Steirer Sebastian Ofner hat in Wimbledon aus österreichischer Sicht für die größte Überraschung gesorgt. Als Debütant im Hauptbewerb eines Turniers oberhalb der Challenger-Ebene setzte er sich in der ersten Runde gegen den Brasilianer Thomaz Bellucci klar mit 6:2, 6:3, 6:2 durch. Doch wer ist Sebastion Ofner überhaupt?

Geboren in Bruck an der Mur ist Sebastian Ofner aktuell die Nummer 217 der Welt. Nach dem Grand-Slam-Turnier wird er aber definitv nach oben klettern. Seit seinem 14. Lebensjahr trainiert der Steirer im ÖTV-Leistungszentrum in der Südstadt, wo er von Wolfgang Thiem, dem Vater von Dominic Thiem, und Konditionstrainer Florian Pernhaupt betreut wird.

Ofner ist fünffacher Sieger von ITF-Futures. Auf Challenger-Ebene spielte er erst insgesamt 16 Matches, 14 davon heuer. ATP-Turnier hat er bisher noch keines bestritten. Beim Stadthallen-Turnier in Wien schied er im Oktober 2016 in der Qualifikation aus. Der 21-Jährige möchte sich auf der großen Tennisbühne etablieren. In Venedig verpasste er seinen ersten Challenger-Turniersieg nur knapp.

Unglaublich: Ofner spielt in Wimbledon erstmals auf Rasen. Eigentlich ist Sand sein Lieblingsbelag. Dass er jetzt beim englischen Traditionsturnier für Furore sorgt, stört ihn gar nicht. Der 1,91m große Tennisspieler hat bereits in der Qualifikation wahren Sportsgeist bewiesen. In der letzten Runde lag er gegen den 18-jährigen Briten Jay Clarke bereits 0:2 in Sätzen zurück. Mit einem wahren Kraftakt schaffte er die Wende und siegte mit 2:6, 6:7 (9), 6:4, 6:4, 6:1.

"Der größte Erfolg meiner Karriere", jubelte er nach dem Spiel. Das Karrierepreisgeld hat er mehr als nur verdoppelt. Der 21-Jährige ist der erste Steirer überhaupt, der ein Spiel im Hauptbewerb von Wimbledon gewinnen konnte. Nicht einmal Thomas Muster, der ehemaligen Nummer eins der Welt, ist dies geglückt.

Ofner wuchs in der Nähe von Bruck an der Mur auf, familiären Tennisbackground hat er keinen. Vor einem Jahr war er noch 571. in der Tennis-Weltrangliste. "Ich habe erst nach meiner Matura mit 19 wirklich mit Tennis angefangen. Ich habe vorher schon auch gespielt, aber bei weitem nicht so viel trainieren können. Dann habe ich angefangen, zweimal am Tag zu trainieren, in den vergangenen Jahren hat sich sehr viel getan."

Nach seinem Erstrunden-Sieg in Wimbledon fehlten ihm fast die Worte. "Das ist unbeschreiblich, unfassbar. Ich kann gar nicht glauben, was da gerade passiert. Der Aufschlag war sehr wichtig und dass ich von Anfang an Druck gemacht und ihn nicht zum Spielen kommen lassen. Das habe ich sehr gut umgesetzt." 

Mit Jack Sock wartet nun eine weit größere Herausforderung auf den 21-Jährigen. "Ein höheres Kaliber. Ich werde mich aber wieder auf mein Spiel konzentrieren, dass ich gut serviere, dann habe ich auch wieder eine Chance, dass ich gewinne. Ich werde alles geben und schauen, was möglich ist."

krone Sport
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