21.11.2006 17:12 |

BAWAG-Verkauf

Interessenten nehmen Einsicht in Unterlagen

Die zur Auktion um die BAWAG eingeladenen Bieter können ab sofort Einschau halten in die höchst vertraulichen Bankunterlagen und Verträge. Bilanzexperten und Investmentbankvertreter der Kaufinteressenten können seit Dienstag in einer vertieften Prüfung an die kundenrelevanten Kreditunterlagen heran, sehen Bewertungen und Risikopositionen ein, um sich gegen "Leichen" im Keller abzusichern.

Unterlagen aus dem Datenraum heraus schaffen dürfen die Prüfenden nicht, auch kopiert werden darf nichts. Für die Arbeit im Datenraum gilt noch einmal strikte Vertraulichkeit. Die "preferred bidder" müssen explizit zusichern, nach Durchsicht der sensiblen Dokumente das Bankgeheimnis strikt zu wahren. Nach diesem Durchgang im so genannten "Roten Datenraum" geht es an die Endverhandlungen. Die will der ÖGB für seine Bank bis vor Weihnachten abgeschlossen haben. Bis Ende der Woche soll das Geheimnis um einen möglichen vierten Bieter auf der Käufer-Shortlist gelöst sein, verlautete am Dienstag.

Vier Bieter bei BAWAG-Auktion
Wie am Montag von mit dem Verkauf befassten Kreisen erklärt wurde, sind vier Bieter übrig geblieben, die nun am Versteigerungsprozess für die Bank teilnehmen können. Die so genannte "Shortlist" der Kandidaten der Endrunde besteht aus Bayrischer Landesbank (BayernLB), dem US-Fonds Cerberus (samt Wüstenrot und Generali) sowie dem ebenfalls amerikanischen Finanzinvestor Lone Star. Ein weiterer Bieter wolle aus "taktischen Gründen" nicht geoutet werden, hieß es. Dieser Bieter soll einen Finanzhintergrund haben.

Montag, 10. Mai 2021
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