20.11.2006 18:03 |

Nein an Schüssel

Strache erteilt FPÖ- Koalition mit ÖVP Absage

Nach wilden Spekulationen, wonach Bundeskanzler Schüssel hinter dem Rücken des Bundespräsidenten und der SPÖ an einer Koalition mit BZÖ und FPÖ bastle, kam am Montag eine Klarstellung von FPÖ-Chef Strache: Mit der ÖVP werde es keine Koalition geben, denn die Gräben, die die ÖVP aufgerissen habe, seien viel zu tief.

Strache bezeichnete es als skandalös, dass sich die ÖVP zwei Jahre Zeit gelassen habe, um erstmals mit der FPÖ zu reden. Wenn nach dieser langen Zeit ein Treffen zwischen ihm und Schüssel stattfinde, so sei es "sehr naiv zu glauben, dass zwischen uns alles paletti ist".

Schwerster Vorwurf von Strache an den ÖVP-Obmann: "Schüssel war es, der die bürgerliche Option kaputtgemacht hat. Um die Gräben zuzuschütten, die die ÖVP aufgerissen hat, wird jahrelange Arbeit notwendig sein." Was mögliche Koalitionen der FPÖ betrifft, kann sich Strache "eine Zusammenarbeit mit der SPÖ oder ÖVP erst nach der nächsten Wahl" vorstellen. Eine Entschuldigung verlangte der FPÖ-Chef von Umweltminister Josef Pröll, der die Blauen als "Hooligans" bezeichnet hatte.

Im Übrigen seien "mit Wolfgang Schüssel keine weiteren Gesprächstermine vereinbart". Was die sich anbahnende Koalition zwischen SPÖ und ÖVP betrifft, so kritisierte Strache wie übrigens auch Grüne und BZÖ, dass bereits im Vorfeld über Postenbesetzungen wie etwa den des Finanzministers diskutiert werde.

Von Peter Gnam

Dienstag, 22. Juni 2021
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