Sa, 20. Oktober 2018

Kultour

19.05.2017 15:56

Ein Leben mit und für die Literatur

Wortakrobaten garantieren auch die nächsten 10 Jahre "Schöne Aussichten": 350 Autoren und 30.000 Besucher - Veranstalter mehr als zufrieden:

Auch wenn es Christa Gürtler, Jochen Jung und Klaus Seufer-Wasserthal kaum glauben können, ist es dennoch kein Wunder, dass ihr Literaturfest heuer einen Runden feiert. Immerhin ist es den Veranstaltern in den letzten 10 Jahren mit Granden der deutschsprachigen Literatur von H.C. Artmann über Peter Handke bis hin zu Albert Ostermaier sowie prominenten Vortragenden u.a. André Heller oder Sunnyi Melles gelungen 30.000 Besucher anzulocken und so das Festival im Salzburger Kulturkalender als fixe Säule zu manifestieren! "Wir versuchen unserem Publikum das Kaleidoskop der Literatur zu eröffnen um somit möglichst viele Zielgruppen zu begeistern", so das Trio.

Und so erwartet auch heuer, getreu dem Motto "Schöne Aussichten", die Verehrer der Wortkunst noch bis inklusive Sonntag ein gelungener Mix aus Humorvollem, Ernstem und Experimentierfreudigem.

Heute Abend gewährt im Republic Schauspiel-Größe Bruno Ganz Einblicke in Robert Walsers "Liebesgeschichten", während uns der gebürtige Salzburger und Büchner-Preisträger Walter Kappacher bis dato unveröffentlichte Texte offenbart. Von Kappacher stammen heuer im übrigen auch die Schaufensterzitate, die Sie durch die Altstadt auf Schritt und Tritt begleiten.

Auf ihn und neun weitere Salzburger Autoren wie Bodo Hell, Ilse Aichinger oder Georg Trakl, deren Zitate in den letzten Jahren die Auslagen schmückten, wirft heute im Hotel Bristol die Hamburger Autorin und Schauspielerin Dorit Ehlers mit ihrer Text-Performance "Eine erlesene Runde" ein Auge.

Die Ohren spitzen und ganz genau hinlauschen sollten sie aber auch Sonntagvormittag beim großen Finale in der Edmundsburg. Dort entführt sie nämlich einer der bedeutendsten deutschsprachigen Lyriker Nico Bleutge mit seinem jüngsten Gedichtband "nachts leuchten die schiffe" auf eine lyrische Reise, während man bei Maren Kames auf "Halb Taube Halb Pfau" trifft.

Na, nach so vielen literarischen Impressionen dürfte man Jochen Jungs Jubiläums-Wunsch - "Ein Leben mit Literatur" - wohl gerecht werden!

Tina Laske, Kronen Zeitung

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