Indy 500

Alonso: “Auto fährt mit mir mehr als umgekehrt”

Sport
05.05.2017 08:13

Fernando Alonso "geht fremd": Nach anfänglichen Problemen fand der Ex-Formel-1-Weltmeister im ersten Training fürs Indy 500 auf dem "Brickyard" rasch wieder die Freude am Motorsport.

Wahnsinn", lächelte Fernando Alonso, "der Kopf wollte mit Vollgas in die Kurve hineinstechen, aber der Gasfuß hatte irgendwie ein Eigenleben, ist plötzlich hochgezuckt. Man muss sich hier erst an diese irren Geschwindigkeiten gewöhnen!" Der Prinz von Asturien hat an seinem ersten Testtag für das Indy-500-Rennen auf dem traditionsreichen Indianapolis Speedway die Freude am Motorsport wiedergefunden. Die Gedanken an das jüngste Aus in der Aufwärmrunde für den Formel-1-GP von Russland in Sotschi waren beim McLaren-Superstar rasch verflogen.

117 Runden
Insgesamt drehte der zweifache Formel-1-Weltmeister 117 Runden, wobei er zu Beginn den Rookie-Test bestehen musste: 10 Runden zwischen 205 und 210 Meilen pro Stunde fahren (330 bis 338 km/h), dann fünfzehn Runden zwischen 210 und 215 Meilen (338 bis 346 km/h) sowie fünfzehn Runden über 215 Meilen. "Der Anfang war ein bisserl holprig, da ist das Auto mehr mit mir gefahren als umgekehrt. Aber dann hat's Spaß gemacht", strahlte Alonso, der einen papayafarbenen Indy-Renner von McLaren (mit Honda-Motor und Dallara-Chassis) des Andretti-Teams pilotiert. Nachsatz: "Ganz zu Hause habe ich mich im Cockpit aber noch nicht gefühlt, bei diesen Geschwindigkeiten wird die Strecke sehr, sehr eng - ganz anders als im Simulator." Teamchef Michael Andretti: "Er hat bislang einen tollen Job gemacht."

Das Rennen am "Brickyard" steigt am 28. Mai, dafür lässt Alonso sogar den Formel-1-Klassiker in Monte Carlo aus.

Richard Köck, Kronen Zeitung

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