29.04.2017 09:30 |

Neue Schutzmaßnahmen

In Kärnten rüstet man sich gegen Strom-Blackouts

Großflächige Stromausfälle, verursacht durch Cyber-Angriffe, Naturgewalten oder Kraftwerks-Ausfälle werden zu einer immer ernstzunehmenderen Bedrohung. Erst im vergangenen Winter hätte eine Verkettung ungünstiger Umstände beinahe zu einem Blackout geführt. In Kärnten rüstet man jetzt auf, um gewappnet zu sein.

Bei den Netzverantwortlichen der "Austrian Power Grid" schrillten die Alarmglocken. Niedrige Wasserführung bei der Stromerzeugung, ausgefallene Kernkraftwerke und kaum Leistung durch Wind und Photovoltaik haben zu Engpässen geführt. Ein Blackout konnte aber zum Glück verhindert werden.

Aber nicht nur Wetterkapriolen können zu Kapazitätsausfällen führen, auch Hacker-Angriffe werden als große Gefahr eingestuft. Bei den Stadtwerken in Klagenfurt werden pro Monat an die 100.000 standardisierte und 500 gezielte Attacken verzeichnet. Auch bei der Kelag, die für das Stromverteilernetz verantwortlich zeichnet, ist man gewarnt.

Um im Krisenfall auf Ausfälle reagieren zu können, wird im  Land jetzt an einem Maßnahmenplan gearbeitet, erklärt Katastrophenschutzreferent Peter Kaiser: "Es ist alles zu tun, um die öffentliche Ordnung zu erhalten und die Menschen vor Schaden zu bewahren." Denn im Krisenfall gehen nicht nur zu Hause die Lichter aus. Von Spitälern über die Straßenbeleuchtung, Wasserversorgung bis zum Zahlungsverkehr wäre das gesamte öffentliche Leben betroffen.

Derzeit prüft eine Arbeitsgruppe aus Behörden, Bundesheer, Feuerwehr, Rotkreuz, Polizei und Zivilschutz, welche Einrichtungen wie lange mit Notstrom versorgt sind. Danach will man versuchen, diese Zeiten - zum Beispiel in der Kommunikation - zu verlängern und Ausfallsebenen wie durch Sat-Telefonie zu schaffen. Parallel sollen auch Straßenbauämter mit Notstrom versorgt werden.

Thomas Leitner, Kärntner Krone

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