19.04.2017 07:00 |

Zufahrt wieder frei

Ausflugsort von 400 Kubikmetern Felsen befreit

Entwarnung im Salzburger Taxenbach: Die Zufahrt zum beliebten Gasthaus Kitzloch wurde nach dem Felssturz wieder freigegeben. 20 Lkw-Fuhren waren nötig, um die Geröllmassen wegzubringen. Damit kann die Ausflugssaison zur Kitzlochklamm trotz des verrücktspielenden Aprilwetters starten.

Tonnenschwere Felsen hatten sich am Sonntagabend oberhalb der Straße zur Kitzlochklamm gelöst und donnerten bis zum Gasthaus Kitzloch hinunter. Dort wurden zwar vier Autos am Parkplatz beschädigt, verletzt wurde aber zum Glück niemand. Das Gastwirtpaar Michael und Eva Koutna ist dafür natürlich sehr dankbar. Auch ihre Kinder kamen mit dem Schrecken davon. Das Paar bereitet sich nun in Ruhe auf die ersten Ausflugsgäste vor.

"Felsen hat sich nach drei Seiten gelöst"
Landesgeologe Rainer Braunstingl machte sich noch am Montag ein Bild der Lage: "Der Felsen hat sich nach drei Seiten gelöst. Ein Teil ist in die Salzach gerollt, der Rest auf die Trasse. Wir mussten noch loses Gestein abtragen, damit auf keinen Fall mehr eine Gefahr besteht."

Der Pinzgauer Bezirkshauptmann Bernhard Gratz schätzt, dass insgesamt knapp 400 Kubikmeter Felsmaterial in Bewegung waren. "Die Schiefersteine mussten teilweise zerkleinert werden, damit wir sie überhaupt wegführen konnten. Das ging aber mit einer Baggerschaufel, da das Gestein so instabil war."

"Können froh sein, dass es jetzt passiert ist"
Die Witterung der vergangenen Tage dürfte dem sowieso schon zerklüfteten Felsen den Rest gegeben haben. "Wir können froh sein, dass es jetzt passiert ist und nicht einen Monat später. Denn da sind dann schon alle Ausflügler unterwegs. Es ist ja ein beliebtes Wandergebiet", sagt Gratz. Drei Erdbewegungsunternehmen wurden beauftragt, das Gesteinsmaterial wegzubringen.

Die Kitzlochklamm ist mit den aufragenden und zerklüfteten Felswänden sicherlich eine der eindrucksvollsten Klammen in Salzburg. Geöffnet ist sie von Muttertag bis Oktober. Durch die Klamm führt ein gesicherter Steig. Entlang des Weges befinden sich ein alter Erzstollen, eine aufgelassene Einsiedelei und eine Tropfsteinhöhle. Im Jahre 1974 kam es in der Schlucht zu einem tödlichen Unfall, als eine Brücke unter der Last einer Schülergruppe zusammenbrach. Die Klamm war daraufhin einige Jahre gesperrt.

Kronen Zeitung

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