10.04.2017 16:57 |

Nach Lkw-Anschlag

Stockholm: Haftbefehl gegen Usbeken beantragt

Nach dem Lkw-Anschlag in Stockholm hat die schwedische Staatsanwaltschaft Haftbefehl gegen den Hauptverdächtigen beantragt. Am Dienstag soll der 39-jährige Usbeke einem Haftrichter vorgeführt werden, hieß es am Montag.

Die Behörden gaben des Namen des Usbeken, der sich in Untersuchungshaft befindet, noch nicht offiziell bekannt, mehrere Medien berichteten aber, dass es sich bei dem Todeslenker um den 39-jährigen Rakhmat Akilov handelt. Er sei als illegaler Gastarbeiter aus Usbekistan nach Schweden gekommen, wo er vorwiegend auf Baustellen arbeitete. Wie die Polizei mitteilte, hätte der Mann abgeschoben werden sollen - sein Antrag auf Bleiberecht sei im Vorjahr abgelehnt worden, daraufhin sei er untergetaucht.

Sympathien für Islamisten bekundet
Bei seiner Einvernahme habe er Sympathien für die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat und andere radikalislamische Gruppierungen bekundet. Medienberichte über ein Geständnis des 39-Jährigen bestätigte die Polizei allerdings noch nicht. Schwedische Zeitungen hatten über Aussagen des Mannes berichtet, laut denen er mit seiner Tat "zufrieden" sei. Er habe "die Ungläubigen niedergemäht", wurde er dort zitiert.

Schweigeminute für Anschlagsopfer
Schweden hat Montagmittag der Opfer des Terroranschlags gedacht. Viele Menschen versammelten sich in Stockholm rund um den Tatort und das Rathaus, vor dem Flaggen in den schwedischen Nationalfarben Blau und Gelb auf halbmast wehten. Auch die schwedische Königsfamilie sowie Vertreter des Reichstags nahmen an der Schweigeminute teil.

Die Terrorfahrt des Mannes hatte am Freitag vier Menschenleben und 15 Verletzte gefordert.

 krone.at
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