09.04.2017 11:42 |

Razzia in Garsten

Gefängnisrevolte von Justizwache vereitelt

Eine Massenschlägerei zwischen marokkanischen und österreichischen Häftlingen im Hof sollte in der Justizanstalt Garsten der Start einer Revolte und eines Ausbruchsversuchs sein. Wenige Stunden vor dem Tumult stürmten am Samstag 94 Justizwachebeamte die Zellen. Sie fanden Messer, Handys und Sturmhauben.

In den vergangenen Tagen bekamen Wachebeamte vom marokkanisch-österreichischen Plan Wind und schlugen Alarm. "Ich habe sofort eine Schwerpunkt-Durchsuchung angeordnet", sagt General Josef Schmoll im "Krone"-Gespräch. Ein Großaufgebot von Beamten aus sieben Justizanstalten wurde zusammengezogen, Zellen der Rädelsführer am frühen Samstagmorgen durchsucht: Zugespitzte Messer, Handys und Sturmhauben wurden gefunden, ebenso Drogen.

Drei mutmaßliche Anführer des Aufstands wurden in andere Anstalten verlegt, weitere sollen folgen. "In Garsten wurde Schlimmeres verhindert. Es zahlt sich aus, dass wir der Kontrolle unserer Justizanstalten besondere Beachtung schenken", lobte ÖVP-Justizminister Wolfgang Brandstetter die Aktion.

Ausbruchsversuch vereitelt
Erst vor eineinhalb Jahren war ein geplanter Ausbruchsversuch der "Pink-Panther"-Juwelenräuberbande in Garsten in letzter Minute durch 229 Beamte, die auch mit Hunden kamen, verhindert worden. Damals wollten Häftlinge das Wachpersonal als Geiseln nehmen und sich den Weg in die Freiheit erpressen. Herausgekommen ist bei den Ermittlungen wenig, da keiner der Verdächtigen den Plan zugab ...

Markus Schütz, Kronen Zeitung

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