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07.03.2017 13:00

Forschern gelingen rare Aufnahmen von True-Walen

Die True-Wale (auch als True-Zweizahnwale bekannt) gehören zu den am seltensten beobachteten Meeressäugern. Jetzt sind Forschern die wohl ersten Unterwasseraufnahmen dieser Tiere gelungen. Zusammen mit zahlreiche Fotos und Untersuchungen gestrandeter Tiere geben sie Einblick in das Leben der sehr selten beobachteten Schnabelwale, bei denen unter anderem ein Farbmuster am Kopf entdeckt wurde, das zuvor noch nicht beschrieben war.

Mithilfe molekulargenetischen Tests konnten die Wissenschaftler, die ihre Beobachtungen im Fachjournal "PeerJ" präsentierten, zudem bestätigen, dass die Tiere im Bereich der Azoren und der Kanarischen Inseln vorkommen. True-Wale leben im Nordatlantik und auch in den gemäßigten Meeren auf der Südhalbkugel. Wie viele es von ihnen gibt, ist unbekannt. Nicht zuletzt deshalb, weil die Säuger - verborgen vor menschlichen Beobachtern - viel Zeit in großer Tiefe verbringen.

Außerdem können True-Wale sehr lange tauchen und kommen daher nur recht selten zum Atmen an die Oberfläche. Das Wenige, das man über die Tiere weiß, geht meist auf die Untersuchung gestrandeter Exemplare zurück. Nur sehr selten wurden Live-Sichtungen gemacht und in vielen Fällen ist unklar, ob es sich bei dem beobachteten Tier tatsächlich um einen True-Wal handelte, denn die Meeressäuger werden leicht mit anderen Arten von Schnabelwalen verwechselt.

Forscher um Natacha Aguilar de Soto von der University of St. Andrews in Schottland berichten in ihrer Studie von insgesamt sieben True-Wal-Beobachtungen im Bereich der Azoren und der Kanarischen Inseln, dem südlichsten Punkt ihres Verbreitungsgebietes im Nordost-Atlantik.

Über Sozialverhalten der Tiere ist wenig bekannt
Auf einem Unterwasser-Video ist eine Gruppe von drei Tieren zu sehen, die anscheinend gemeinsam tauchen. Bisher ist über das Sozialverhalten der True-Wale wenig bekannt. Ein Foto zeigt Nahaufnahmen eines Kalbs (Bild unten).

Des weiteren untersuchten die Wissenschaftler ein männliches Tier, das auf der Kanaren-Insel El Hierro gestrandet war. Und ein weiteres, das nahe der Azoren tot im Wasser trieb. Molekulargenetische Untersuchungen bestätigten, dass es sich in beiden Fällen um True-Wale handelte.

Die Region sei möglicherweise ideal, um die Tiere weiter zu studieren, schreiben die Forscher. Dort fällt das Wasser nahe der Küste steil ab, was Beobachtungen der Tiere erleichtere.

 krone.at
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