"Krone"-Interview

Veith: “Bronze von Michaela hat mich sehr berührt”

Sport
15.02.2017 21:37
Porträt von krone Sport
Von krone Sport

Anna Veith hat vor dem Riesentorlauf mit der "Krone" über die Erfolge ihrer Kolleginnen, ihre eigenen Ziele und lange Spaziergänge in St. Moritz gesprochen!

"Krone": Du warst in St. Moritz bisher in der ungewohnten Rolle der Gratulantin. Wie sehr haben dich die Erfolge deiner Teamkolleginnen berührt?
Anna Veith: Ich freue mich sehr, dass die Jungen im Speed-Bereich so gut Anschluss gefunden haben. Wenn man wie Steffi Venier bei der ersten WM so eine Top-Leistung abruft, ist das ganz stark. Über Gold von Schmidi(siehe Video oben) im Super-G habe ich mich irrsinnig gefreut, weil ich sie schon lange kenne und sie noch vor einem Jahr schwer verletzt war. Am meisten hat mich aber Michi Kirchgassers Kombi-Bronze berührt.

"Krone": Warum?
Veith: Wir sind sehr gute Freundinnen, haben ähnliche Gesundheitsprobleme, mit dem Knie einen ähnlichen Leidensweg. Wir können uns vertraut austauschen. Wenn man oft zweifelt und nicht weiß, wie es weitergehen kann, hilft dir ein Mensch, der dich versteht, enorm.

"Krone": Eine WM bedeutet viel Stress. Wie bekommt man zwischendurch den Kopf frei?
Veith: Ich habe lange Spaziergänge mit meinem Mann Manuel gemacht und war auch für zwei Tage in St. Anton zum Trainieren. Diese Auszeit hat mir sehr gutgetan, da kommst du wieder frisch zurück.

"Krone": Frauen sagt man auch oft nach, dass sie zum Ausgleich sehr gerne shoppen gehen …
Veith: Das ist bei mir nicht der Fall. Shoppen stresst mich eher. Und wenn man hier in St. Moritz in die Schaufenster schaut und die Preise sieht, vergeht es einem sowieso.

"Krone": Nach der Trennung von deinem langjährigen Manager Klaus Kärcher hast du dich nach kurzer Zusammenarbeit im Jänner auch von dessen Nachfolger Florian Krumrey getrennt. Wer kümmert sich aktuell um dein Management?
Veith: Ich habe derzeit kein Management. Um Anfragen kümmert sich derzeit meine Pressebetreuerin Ursula Hofmann.

"Krone": Wann wirst du wieder ein eigenes Management haben?
Veith: Das weiß ich noch nicht genau, vielleicht erst nach dem Saisonende.

Matthias Mödl, Kronen Zeitung

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