Ein waghalsiges Unternehmen startete am Sonntag ein 48-jähriger Skifahrer am Hauser Kaibling: Er hatte am Sessellift seinen Skistock verloren und wollte ihn nach dem Aussteigen selber holen. Dabei blieb er mit seinem Helm an der Fußraste des Sessellifts hängen, wurde mitgeschleift und stürzte dann in die Tiefe!
Dass man den Skistock verliert, kann ja einmal vorkommen - so wie es einem Salzburger (48) am Sonntagvormittag auf der Gipfelbahn am Hauser Kaibling kurz vor dem Ausstieg passiert ist. "Eigentlich hätte er dem Liftwart Bescheid geben sollen, der hätte den Stock geholt. Außerdem steht dort ein Zaun zur Absperrung, den man nicht übersteigen darf", erklärt Bergbahnen-Chef Arthur Moser. Tat der Salzburger aber doch - und plötzlich wurde er vom Sessellift, der dort seine Schleife zieht, erfasst - die Fußraste fädelte im Helmband ein und zerrte ihn mit.
Sechs Meter abgestürzt
Der Liftwart konnte das Geschehen nicht bemerken, weil sich alles unterhalb seiner Hütte abspielte. Andere Skifahrer machten ihn darauf aufmerksam, woraufhin er sofort den Not-Stopp drückte. 30 Meter wurde der 48-Jährige mitgeschleppt, er versuchte sich mit den Händen am Lift festzuklammern und das Helmband zu öffnen. Doch der Salzburger konnte sich nicht mehr halten und stürzte sechs Meter in die Tiefe in steiles Gelände in den Schnee.
Ein Horror-Szenario, das aber glimpflich endete: Die Bergrettung barg den Salzburger, der aber statt ins Krankenhaus lieber weiter skifahren wollte. "Mein Team hat ihn aber überredet, sich doch untersuchen zu lassen", ist Arthur Moser froh. Der wagemutige Mann wurde schließlich ins Diakonissenkrankenhaus Schladming gebracht.
Monika Krisper, Kronen Zeitung
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