Fr, 21. September 2018

Auch Bedarf steigt

19.01.2017 14:24

2044 Wohnungen: Baurekord bei Gemeinnützigen

Tirols Gemeinnützige Bauträger steigern ihr Volumen heuer von 330 auf 343 Millionen €. In 60 Gemeinden sind 2044 Wohnungen in Bau. Übersteigt das irgendwann den Bedarf? "Nein", sagt Franz Mariacher (Landesobmann der Gemeinnützigen) in Hinblick auf den Single-Trend und das Bevölkerungswachstum.

Der Ort des Pressetermins - das Bischof-Stecher-Haus in Steinach am Brenner - zeigte, dass die Gemeinnützigen auch soziale Bauten errichten. Der Verein Arche betreut und fördert dort seine hilfsbedürftigen Klienten.

40.000 Inhaber wohnen günstiger

Im Mittelpunkt steht bei den Gemeinnützigen aber der Wohnungsbau: "Dass Wohnen angeblich unerschwinglich ist, gilt keinesfalls für unsere rund 40.000 Mietwohnungsinhaber, in denen 100.000 Menschen leben", betont Mariacher (auch Chef der Tigewosi).

Vergleich zu freiem Markt

Der Landesobmann untermauert dies mit neuesten Zahlen der Statistik Austria: Denn die Mieter würden bei den Gemeinnützigen 6,40 € je qm² inklusive aller Nebenkosten (ohne Heizung) bezahlen. "Für eine 50 qm² große Zweizimmer-Wohnung sind daher gerade einmal 320 € auszulegen. Im privaten Mietbestand kostet die gleiche Wohnung 9 € je qm², das sind 450 € oder fast 50 Prozent mehr."

Vorschriftendschungel trübt Rekord

Heuer werden die Tiroler Gemeinnützigen 1285 Mietwohnungen fertigstellen (im Vorjahr waren es 1251). Die Zahl der Eigentumswohnungen steigt auf 227 (im Vorjahr waren es nur 96). Die Wermutstropfen trotz Rekorden? "Vorschriften und Genehmigungen werden ständig komplizierter", bekritteln Mariacher und Stellvertreter Markus Lechleitner (Chef der Alpenländischen Heimstätte). Bei der Durchforstung eines Jahres sei man auf 355 neue bzw. geänderte Baurichtlinien gestoßen. "Wir fordern einen Schritt zurück, das scheint aber sehr schwierig zu sein", seufzt Mariacher.

Andreas Moser, Kronen Zeitung

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