Mo, 23. Juli 2018

Kulturhauptstadt

31.12.2016 14:21

Salzkammergut plant europäischen Coup

2003 veränderte der Titel das Erscheinungsbild von Graz markant (Kunsthaus, Murinsel, List-Halle), 2009 durfte sich Linz damit schmücken - und 2024 wird die "Europäische Kulturhauptstadt" wieder in Österreich zu finden sein, das ist bereits fix. Doch wer erhält den Zuschlag? Große Ambition hat die Region Salzkammergut, die auch vier steirische Gemeinden umfasst.

Gedanklich scheint am Neujahrstag 2017 für die meisten das Frühjahr 2018 noch ganz weit weg. Doch die Zeit fliegt, und in etwas mehr als einem Jahr muss bereits die konkrete Bewerbung für das Kulturhauptstadtjahr abgegeben werden. "Bis dahin muss das Konzept ausgearbeitet sein", erklärt der Grundlseer Bürgermeister Franz Steinegger.

Als Veranstalter des Festivals "Sprudel, Sprudel und Musik" ist er in der Kulturszene gut vernetzt. Gemeinsam mit dem umtriebigen Veranstalter Hans Fuchs vertritt Steinegger den steirischen Teil des Salzkammerguts (neben Grundlsee auch Bad Aussee, Altaussee und Bad Mitterndorf) bei den Gesprächen und Workshops. "Es gibt auch bereits Kontakt mit der steirischen Landespolitik, die uns unterstützen würde."

"Ein Waggon an einem großen Zug"
Klar ist aber: Der Motor der Bewerbung ist Oberösterreich, hier vor allem Bad Ischl mit Bürgermeister Hannes Heide. Als Stadt mit mehr als 10.000 Einwohnern ist sie Grundvoraussetzung, um den europäischen Titel zu erhalten. Steinegger: "Als kleinster Teil des Salzkammerguts würden wir Steirer uns als Waggon an den großen Zug anhängen." Auch Salzburger Gemeinden sind mit im Boot.

Geplant ist im Fall des Zuschlags jedenfalls nicht nur Zeitgenössisches. "Wir wollen den Begriff Kultur im weitesten Sinn erarbeiten, das umfasst auch Dialekt-, Volks- oder etwa Gästekultur", sagt Steinegger. "Unsere Region soll keine Art Disneyland werden. Um diese Themen müssen wir uns ohnehin kümmern…"

Jakob Traby
Jakob Traby

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