Mi, 15. August 2018

In den Öffis

04.11.2016 11:08

Guide für die korrekte U-Bahn-Nutzung im Winter

Es wird wieder eng in den Öffis: Die kalte Jahreszeit ist bekanntermaßen ja auch die Zeit zum Kuscheln, und so rücken wir jetzt auch wieder in der U-Bahn dicht zusammen, es wird richtig eng und heiß! Wie man sich dabei voll richtig oder voll daneben benimmt? City4U hat den U-Bahn-Knigge für die heurige Winter-Saison.

#1. In der kalten  Jahreszeit kein Deo benutzen. In manchen Waggons reichen schon die Kebab-Knoblauch-Ausdünstungen mancher Fahrgäste. Da merkt kein Mensch, ob ihr schwitzt.

#2. Sportlich sein. Hechtsprünge durch sich eben schließende Türen halten fit, unterhalten die Mitfahrenden und nerven den Fahrer. Seine ärgerliche Durchsage die dann folgt, könnt ihr entgegnen, indem ihr den Notfall-Knopf drückt und ein lässiges "Plaudere da nicht rum, fahr lieber" in die Sprechmuschel raunt. Anschließend verbeugt ihr euch vor den applaudierenden Mitfahrern.

#3. Korrekte Rolltreppen-Benutzung. Falls ihr in "eurer" Station eine funktionierende Rolltreppe vorfindet, scheut euch nicht, auf der linken Seite stehenzubleiben. Das dient der gleichmäßigen Abnutzung der Mechanik. Wer es eilig hat, kann ja die Treppe benutzen.

#4. Freundliche Gespräche führen. Ihr trefft einen lieben alten Freund? Da bietet es sich doch an, genau VOR der Rolltreppe auf eine kurze Unterhaltung stehenzubleiben. Oder gerne auch beim Abgang. Die anderen Leute haben je eh alle Zeit.

#5. Wir leben im Informationszeitalter. Darum haben auch Mitfahrer die Pflicht, eure Privatgespräche mitzuhören. Sprecht also laut und deutlich und widerholt regelmäßig, was euer Telefonpartner sagt. Nichts ist uninteressant, wenn es nur laut genug vorgetragen wird.

#6. Unterstützt die Bäckereien in der Station. Sie bieten nicht nur Semmeln an, sondern oft auch heiße Pizzaecken oder ähnliches. Damit verbreitet ihr mit dem Käse-Knoblauch-Gericht Urlaubsstimmung. Es riecht dann wie in einem  kroatischen Beisl oder einem türkischen Lokal in Antalya. Wer könnte da etwas dagegen haben?

#7. Zeigt, dass ihr sportlich seid. Im verschwitzen Trainingsanzug könnt ihr euch gerne in den überfüllten Waggon quetschen - viele werden bewundernd auf euch zeigen, weil ihr euren Körper ertüchtigt.

#8. Freie Fahrt für Radler. In einer Stadt, in der ganze Straßen für Radfahrwege verengt werden, ist die Mitnahme eines Bikes in der U-Bahn natürlich kein Problem. Fahrgäste, die sich beschweren, weil ihr um 8 Uhr früh euer tolles Mountainbike in den Waggon schiebt, müssen ja nicht mitfahren. Sie können stattdessen auch in die Arbeit radeln.

Wenn ihr diese Tipps befolgt, bleiben euch eventuell Szenen wie diese aber nicht erspart...

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zet

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