Di, 21. August 2018

Langdon ist zurück

12.10.2016 13:03

Tom Hanks muss ein "Inferno" verhindern

Er hetzt wieder durch halb Europa, knackt auch jedes noch so schwere Rätsel und ist dabei in äußerst hübscher Gesellschaft - die Rede ist von Symbologie-Professor Robert Langdon, der Romanfigur von Dan Browns Bestsellern. Zum dritten Mal schlüpft Tom Hanks in die Rolle von Langdon und muss in "Inferno" (Kinostart: 14. Oktober) die Freisetzung eines tödlichen Virus verhindern.

Autor Dan Brown gelang nicht weniger als ein Coup, als er den Professor für Symbologie mit einem Hang zu mysteriösen und mörderischen Entwicklungen schuf. Dieser Langdon hat einfach alles: Schläue, Charme, eine Micky-Maus-Uhr und vor allem ein Spezialgebiet, das ihn ziemlich einzigartig macht in der von Kommissaren überbevölkerten Krimiwelt.

Die weltweite Gesamtauflage von Autor Brown liegt bei 200 Millionen. Seine Bücher wurden in 56 Sprachen übersetzt. Allein mit dem jüngsten Band "Inferno" hat der Verlag Bastei Lübbe bisher mehr als 15 Millionen Euro Umsatz erwirtschaftet. "Inferno" ist die dritte Romanverfilmung nach den Blockbustern "The Da Vinci Code - Sakrileg" (2006) und "Illuminati" (2009). Damit wird das jüngste Buch der Nummer drei, dem "Verlorenen Symbol", vorgezogen.

Robert Langdon muss sich dieses Mal mit einer tödlichen Seuche auseinandersetzen. Ein schwerreicher Biochemiker (Ben Foster) will das Virus freisetzen, um das Überbevölkerungs-Problem der Erde ein für alle Mal zu lösen. Langdons Problem dabei: Er hat sein Gedächtnis verloren, wacht mit einer Wunde am Kopf in einem Krankenhaus in Florenz auf und muss erst einmal herausfinden, was er bereits herausgefunden hat, wer ihn angeschossen hat - und wie er überhaupt in Italien gelandet ist.

Doch ehe er überhaupt dazukommt, in seinen Erinnerungen nach einer Aufklärung zu kramen, trachtet ihm eine Killerin im Krankenhaus nach dem Leben - mit Hilfe der Ärztin Sienna Brooks (Felicity Jones) kann Langdon flüchten. Der Schlüssel zu allem liegt wie immer in mystischen Überlieferungen aus längst vergangener Zeit: dieses Mal im "Inferno", dem ersten Teil von Dante Alighieris "Göttlicher Komödie". Die Rätselhatz führt Langdon und Brooks von Florenz nach Venedig und schließlich bis nach Istanbul - unterwegs muss sich der Symbologie-Professor mit einer ehemaligen Liebschaft (Sidse Babett Knudsen, "Borgen"), einem undurchsichtigen Agenten (Omar Sy, "Ziemlich beste Freunde") und dem skrupellosen Boss einer weltweit agierenden Sicherheitsfirma (Irrfan Khan) auseinandersetzen.

Wirkte Tom Hanks in den ersten beiden Filmen noch etwas hölzern in seiner Rolle, überzeugt er mittlerweile als schrulliger und gerissener Rätsellöser. Dass "Inferno" bei weitem nicht an die Klasse von "Illimunati" herankommt, liegt nicht an Hanks, sondern am Fehlen eines überzeugenden Antihelden, wie ihn Ewan McGregor in der zweiten Verfilmung herausragend verkörperte. Außerdem ist es halt nicht neu, dass Langdon minutenlang alte Gemälde anstarrt und Rätsel löst - das kennt man zigfach von den Vorgängerfilmen. Dennoch: "Inferno" bietet spannende Popcorn-Unterhaltung, die für Dan-Brown-Fans sowieso Pflicht ist.

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