Fr, 21. September 2018

Genuss Region

10.10.2016 09:46

Das sind die Lieblingswirte der Österreicher

Gemeinsam mit der GENUSS REGION ÖSTERREICH hat die Krone den besten GenussWirt der Region gesucht. Beim Wettbewerb "Krone der Gastlichkeit" konnten Herr und Frau Österreicher die besten Wirte ihrer Region bewerten. Das sind die Finalisten und Gewinner.

Das ein Wirt mehr ist als nur der Betreiber einer Gaststätte, das wissen auch unsere "Krone"-Leser: Er ist Unternehmer, hört zu, verwöhnt, kreiert Köstlichkeiten. Aber wer setzt der Gastlichkeit die Krone auf? Bei welchem Wirt gibt es die meisten Produkte aus der Region? Wer hat die tollste Getränkeauswahl? Und bei wem ist es am gemütlichsten? Darüber haben wir abstimmen lassen - und das ist das Ergebnis:

Sieger: Kärnten (Maltschacher Seewirt & Bärenwirt ex aequo)

Der Maltschacher Seewirt, Feldkirchen
Die Familie Spieß betreibt am Ufer des Maltschacher Sees seit den 1950er-Jahren ein Wirtshaus mit ein paar Gästezimmern und in der warmen Jahreszeit einen  idyllisch gelegenen Campingplatz. Längst schon ist die nächste Generation am Werk und führt das elterliche Erbe mit Leidenschaft weiter. Claudia und Seppi Spieß geben sich nicht damit zufrieden, ihre Gäste mit herrlichen Ausblicken zu verzaubern - sie haben es sich zur Lebensaufgabe gemacht, den einzigartigen Geschmack Kärntens in unverfälschter Form auf den Teller zu bringen. Deshalb lässt es sich Chefin Claudia auch nicht nehmen, jeden Montag zum "Nuddel Kuddel Muddel" mit selbst gemachten Kärntner Nudeln einzuladen. Wo Wasser, da auch Fisch: Das Carpaccio von der Gurktaler Lachsforelle und das Filet vom Kärntner Låxn von der Fischzucht Payr in Sirnitz mit Rieslingsauce auf Zartweizenrisotto sind wahre Gaumenfreuden. Und wer Glück hat, kommt in den Genuss eines Kärntner Reindlings, der von der Oma gebacken wird.

Der Bärenwirt, Hermagor
Manuel Ressi war jahrelang die rechte Hand von Heinz Reitbauer im Wiener Steirereck. Als Koch im Gasthof Plamenig in Latschach hat er sich auf Anhieb eine Haube erkocht und verwirklicht nun seinen Traum vom eigenen Wirtshaus. Mit seiner Frau Claudia wagt er den Sprung in die Selbständigkeit und wird dem "Bärenwirt" mit seiner Handschrift einen neuen, kreativen Schub verpassen. "Der "Bärenwirt" ist seit Jahrzehnten Treffpunkt für Feinschmecker und Ort des geselligen Zusammenseins" weiss Claudia Ressi und verspricht daher: "Die unkomplizierte Ursprünglichkeit und herzliche Gastfreundschaft wollen wir erhalten, es soll ein Platz zum Wohlfühlen bleiben. Das Gasträume haben eine charmante Patina, baulich wollen wir deshalb nicht viel verändern, nur der Speisesaal bekommt ein neues, freundlicheres Gesicht und wir werden ein Nichtraucherlokal".
Küchenchef Manuel schildert mit Stolz: "Wir sind Gailtaler, fühlen uns verbunden mit der Region und ihren Traditionen und wir haben die Heimatliebe nicht nur im Herzen, sondern wollen sie auch auf die Teller der Gäste bringen". Seine Küchenphilosophie, bei der gesunder Genuss und Nachhaltigkeit im Vordergrund stehen, erklärt Manuel Ressi daher so: "Gekocht wird regional und saisonal mit Produkten, von denen ich die Herkunft kenne.

WEITERE BUNDESFINALISTEN

Niederösterreich: Relax Resort Kothmühle, Neuhofen an der Ybbs

Essen im Restaurant der Kothmühle in Neuhofen an der Ybbs ist ein Genuss für alle Sinne - von den einzigartigen Mostviertler Spezialitäten bis zur internationalen Haute Cuisine. Von den täglich wechselnden mehrgängigen Menüs bis zu den à la carte Gerichten. Die kulinarischen Schätze der Region interpretiert Küchenchef Wolfgang Draxler immer kreativ und zeigt damit, wie schmackhaft das natürliche Angebot des Mostviertels ist - sei es klassisch, vegetarisch oder vegan zubereitet. Ganz exklusiv erhalten Sie in die Küchenwelt Einblick, wenn Sie unseren Chef´s Table reservieren.

Unser Tipp: die Gourmetmoste & edlen Säfte der Region oder der prämierte Hauswein Intimus begleitend zum Essen. Und danach einen selbstgebrannten Schnäpse oder einen Cocktail an der gemütlichen Bar.

Oberösterreich: Schupf’n - das bodenständige Wirtshaus, Rohr

Seit 14 Jahren verwöhnen die Schupf‘n mit "Wirtshausgastronomie" in gemütlicher Atmosphäre. Hier wird großer Wert auf Regionalität und Qualität gelegt und die Produkte werden direkt bei über 30 Bauern oder Produzenten aus Oberösterreich bezogen. Ob Getränke oder Produkte der Küche - der Gast erfährt immerden den "Ursprung". Bei der Auszeichnungsveranstaltung Krone der Gastlichkeit am 05. September konnte Reini Guttner nicht dabei sein, weil er das erste Mal in 20 Jahren auf Kur war. Seine Frau hat eine Zwillingsschwester die die Urkunde in Schlierbach für die Familie entgegen genommen hat.

Steiermark: Edler’s Landhaus Oswald, Groß St. Florian

"Genuss by Edler’s" ist in der ganzen Steiermark zu einer bekannten Marke geworden, obwohl das Stammhaus in Groß St. Florian doch etwas abgelegen liegt. Der umtriebige Küchenmeister Wolfgang Edler bespielt mit seinem Catering-Unternehmen neben den eleganten Räumlichkeiten der alten Universität in Graz große Events im ganzen Land. Im Catering-Geschäft ist es besonders wichtig, dass die gereichten Speisen nicht nur gut schmecken, sondern auch appetitlich aussehen. Diese Philosophie wird natürlich auch im Stammhaus in Groß St. Florian hochgehalten. Edlers Kreationen sind immer auch ein Augenschmaus mit perfekt arrangierten Überraschungsmomenten. Das gilt auch für die geschmackliche Komposition seiner Gerichte, bei denen beste heimische Produkte in überraschender Form auf den Teller gebracht werden. So kommt das GenussRegions-Produkt Steirisches Teichland - Karpfen schon einmal gebacken als Fish & Chips zu Tisch. Dazu gibt es - richtig gelesen - Ketchup aus der Tube. Dieses wird allerdings genauso hausgemacht wie eine Zitronenmelisse-Limonade mit Ribiselfrucht. Die verführerischen Aromen des als Aperitif gereichten Wermuths stammen aus dem eigenen Kräutergarten, das selbst gemachte Knäckebrot mit Sesam und Mohn ist eine mehr als attraktive Alternative zu langweiligen Grissini. Klassiker der steirischen Wirtshausküche dürfen im Landhaus Oswald natürlich nicht fehlen. Doch gerade hier macht es Sinn, dem kunstsinnigen Koch uneingeschränkt zu vertrauen und ihm bei seinen saisonal wechselnden Jahreszeitenmenüs zu folgen.

Vorarlberg: Wirtshaus Hoheneck, Mittelberg im Kleinwalsertal

Gute Ausbildung und praktische Erfahrung in den besten Häusern im In- und  Ausland können nur von Vorteil sein. Wirt und Küchenmeister Jürgen Denk hat genau so einen Werdegang eingeschlagen und in renommierten sowie  haubengekrönten Häusern das Kochhandwerk gelernt. Zurückgekehrt in den elterlichen Betrieb, hat er diesen 1994 übernommen, behutsam renoviert und mit neuem Fokus ausgerichtet. Die Ursprünglichkeit wurde beibehalten, der Geschmack der kulinarischen Spezialitäten mit Produkten von Walser Bauern verfeinert, die Kochkunst weiterentwickelt. Im Kleinwalsertal zählt Gastlichkeit als Tradition. Dazu gehört auch das Fachwissen seiner Frau Kirsten Denk-Harth, einer Diplom Sommelière, die sich dem Wein verschrieben hat und den Gästen die passenden Empfehlungen zu den Gerichten ihres Mannes kredenzt. Diese werden schonend zubereitet, wobei der heimische Süßwasserfisch, das Wild aus alpinen Regionen und alle anderen wesentlichen Rohstoffe und Zutaten meist aus kleinbäuerlichen Strukturen stammen, um lange Lieferwege und -zeiten zu vermeiden. Jürgen Denk ist auch Mitglied der Vereinigung "önsche Walser Chuche" - unsere Walser Küche -, die von sechs Walser Küchenchefs aus dem Kleinwalsertal in die Welt gerufen wurde, um das kulinarische Erbe der Walser mit regionalen Produkten zeitgemäß, innovativ und authentisch zu erhalten.

Wien: Oberlaaer Dorf-Wirt

Der Oberlaaer Dorfwirt - Qualität und Gemütlichkeit seit 1899.

Schon vor mehr als hur das kulinarische Ruder und übergab nach dem Zweiten Weltkrieg die Führung an die nächste Generation mit ihrer Tochter Theresia Koller. Franz und Elfriede Mötzl pachteten das Gasthaus erstmals im Jahr 1967 und legten damit den Grundstein für den Oberlaaer Dorfwirten, wie Sie ihn heute kennen. 1977 erwarb die Familie Mötzl den Dorfwirten und begann mit großräumigen Umbauarbeiten, die über die Jahre die Gaststube als auch das äußere Erscheinungsbild des Oberlaaer Dorfwirten  umfassten - stets darauf bedacht, bestehende Traditionen mit bestmöglicher Qualität zu erhalten und zu erweitern. 1993 übernahm Sohn Franz Mötzl mit Gattin Monika die Leitung. Damals wie heute steht bei Familie Mötzl Qualität und Tradition im Vordergrund: "Unser Qualitätsanspruch und der persönliche Kontakt zu den Lieferanten machen für uns den feinen Unterschied, den unsere Gäste schmecken können."

WEITERE LANDESSIEGER

Burgenland: Gasthof zur Dankbarkeit, Podersdorf

Der kulinarische Gabentisch des Seewinkels ist reich gedeckt: Paradeiser und Paprika in unübertroffener Vielfalt, Mangalizaschweine, Steppenrinder und Weidegänse, Zander und weitere Fische aus dem See stehen der Dankbarkeits-Küche in optimaler Frische oder Reife zur Verfügung. Und eine Vielzahl unerwarteter Delikatessen. Josef Roiss, der Küchenchef, weiß, wie er mit den schönen Produkten der regionalen Landwirtschaft am besten umgeht: Als Nachfahre eines Podersdorfer Fassbinders, Winzers und Wirts sowie einer Weinviertler Weinbäuerin hat er sozusagen ein ererbtes Gespür für die authentischen Aromen unseres Landstrichs. Einen Hang zur handwerklichen Perfektion hat er auch, was sich sehr angenehm verbindet. Ihre Gastgeber sind Josef und Markus Lentsch, ein Vater & Sohn-Gespann, das sich mit der Seewinkler Genussnatur bestens auskennt: Wirt und Winzer der eine, Wirt und Sommelier der andere. Falls sich da kein passender Wein zur Dankbarkeitsküche oder kein passendes Essen zu einem Dankbarkeitswein finden ließe, dann wäre das ein echtes Pech (das aber noch nie passiert ist).

Niederösterreich: Triad Wirtshaus, Krumbach

Mit viel Liebe zum Detail hat die Familie Machreich ein ehemaliges Stallgebäude zu einem stilvollen ländlichen Lokal ausgebaut. Ein uriges Häuschen kann für einen Heimaturlaub gebucht werden und lädt zum Wohlfühl-, Entspann- und Aktivurlaub in der schönen Buckligen Welt ein. Die Gäste genießen eine kreative Küche auf höchstem Niveau mit Bezug zur Region.

Salzburg: Bürglalm, Dienten am Hochkönig

Im Herzen des Salzburger Landes liegt der Hochkönig - der "Gipfel der Gefühle". Auf 1.597 Höhenmetern liegt eingebettet in eine herrliche Berglandschaft die Bürglalm, wo das "Wohlfühl-und Genussgefühl" gelebt und zelebriert wird! In der freundlichen und mit viel Liebe zum Detail eingerichteten Hütte empfängt Familie Bürgler ihre Gäste. Im Sommer inspirieren die herrlichen Almkräuter, die Bio-Milch der Almkühe und das herrliche Fleisch aus der GenussRegion Pongauer Wild Küchenchefin Berta und Hausherrin Gabi in der Küche immer wieder zu köstlichen altbewährten und neuen Kreationen. Auch im Winter, wo herrliche Pisten jedes Skifahrerherz höherschlagen lassen, wird Ehrliches, Frisches und Regionales kredenzt. Legendär sind der Kaiserschmarren und die Wildjause mit ausgewählten Spezialitäten vom Pongauer Wild, die Anton Bürgler den Gästen mit Charme und Herz serviert. Was die Bürglers als das "Mmmmh-absolut-guat-Gefühl" bezeichnen, verstehen jene am besten, die schon einmal im Sonnenschein auf der Panoramaterrasse gesessen sind und gegessen haben.

Steiermark: RETTER Seminar Hotel Restaurant, Pöllauberg bei Hartberg

Das Nützliche mit dem Angenehmen zu verbinden, das versteht Ulli Retter gemeinsam mit ihrem Gatten Hermann par excellence, was ihre Wellness- und Seminargäste besonders zu schätzen wissen. Die Geschichte des Hauses RETTER geht bis ins Jahr 1886 zurück. Ein außergewöhnliches Hotel, einerseits, wie die Hotelière selber sagt, "in the middle of nowhere", andererseits in einer traumhaften Gegend im Naturpark Pöllauer Tal. Wenn man von Bio spricht, stellt sich die Frage, was in diesem Haus nicht biologisch angebaut, aufgezogen oder behandelt wurde. Das beginnt schon verpflichtend in der biozertifizierten Küche, wo nur im Freiland gehaltene Schweine, Lämmer, Kälber und Rinder "from nose to tail" (vom Rüssel bis zum Schwanz) von Küchenchef Jürgen Archam verarbeitet werden. Spannende gebietstypische Gerichte, die von charmanten Mitarbeitern serviert werden, dazu fast ausschließlich österreichische Weine aus bekannten Rieden, machen den Besuch im Restaurant zum Gaumenerlebnis. Es kann kein Fehler sein, nach einem köstlichen Abendmahl in einem der Naturparkzimmer mit Ausblick geruhsame Stunden zu verbringen.

Tirol: Arzler Alm, Innsbruck

Für die Innsbrucker ist es eine schöne Wanderung, Besucher der Tiroler Landeshauptstadt sollten den Weg auf sich nehmen, um die herrliche Aussicht zu genießen. Vom Inn ausgehend über gute Bergwege gelangt man über die Hungerburg zur Arzler Alm - eine über 860 Hektar große Fläche des Alpenparks Karwendel, auf 1.067 Höhenmetern gelegen. Dort weiden 35 Rinder und 300 Schafe umliegend situierter Bauern. Seit 2001 bewirtschaftet Familie Anzengruber die Alm, hat diese saniert und erweitert und sorgt sich auch um das Weidevieh. Gekocht wird nach den Rezepten der Großmutter. Auf der Alm finden jährlich die Frühlings-, Sommer- und HerbstGenussWochen statt. Die kulinarischen Highlights der Alm sind die Grillabende in den Sommermonaten Juni, Juli und August immer Dienstag, Mittwoch und Donnerstag und im Herbst das traditionelle Törggelen. Alle Gerichte sind hausgemacht und werden selbst zubereitet. Frischer geht’s nicht mehr, denn Obst, Gemüse und vor allem die zahlreichen Salatsorten stammen aus der familieneigenen Landwirtschaft. Die Kuchen sind über die Stadtgrenzen Innsbrucks hinaus bekannt.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.