Sa, 22. September 2018

Geschönte Zahlen

22.06.2016 10:07

Fake-Zuseher: Twitch klagt gegen Viewbot-Anbieter

Im Kampf gegen geschönte Zuseherzahlen greift der zu Amazon gehörende Spiele-Streamingdienst Twitch jetzt zu härteren Mitteln. Eigenen Angaben zufolge reichte das Unternehmen Klage gegen sieben Anbieter sogenannter Viewbots an, mit denen sich die Zuschauerzahlen in die Höhe treiben lassen.

Anderen Gamern beim Spielen zuschauen - mit diesem Konzept ist Twitch.tv seit 2011 überaus erfolgreich: Alleine 2015 streamten im Schnitt jeden Monat über 1,7 Millionen Nutzer ihre Videos in die weite Welt - und über 100 Millionen sahen den sogenannten Let's Playern dabei zu. Doch hinter vielen vermeintlichen Zusehern stecken sogenannte Viewbots - kleine Computerprogramme, die vorgaukeln, ein tatsächlicher Nutzer zu sein und so die Zahl der Zuseher, Follower und sogar Chat-Aktivitäten auf Twitch künstlich in die Höhe treiben.

Zum einen nutzen viele Streamer solche Programme, um den eigenen Kanal besser dastehen zu lassen und somit weitere Zuseher und letztlich Werbekunden anzulocken. Zum anderen werden Viewbots verwendet, um konkurrierende Kanäle auszuschalten. Denn entdeckt Twitch die gefälschten Zuschauer, wird der dazugehörige Kanal zumeist gesperrt.

Viewbot-Anbieter verklagt
Damit nicht genug, will der Streamingdienst nun auch gegen die Anbieter der Viewbots rechtlich vorgehen. Wie Twitch in einem Blogeintrag mitteilte, wurde Klage gegen die sieben aktivsten Viewbot-Verkäufer eingereicht. Zugleich wies der Dienst daraufhin, dass die Verwendung der Programme, ob für den eigenen Nutzen oder zur Verwendung gegen andere Streamer, letzten Endes jedem Nutzer und der Twitch-Community im Allgemeinen schade.

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