07.08.2006 12:05 |

Zukunft des Kosovo

Erneut Kosovo-Gespräche in Wien

Die Verhandlungsteams aus Pristina und Belgrad sind am Montagvormittag zu einer achten Gesprächsrunde über die Zukunft des Kosovo zusammengekommen. Bei diesem Treffen im Wiener Palais Auersperg wird erneut die Dezentralisierung besprochen. Konkret geht es dabei um die Befugnisse von neuen serbischen Gemeinden in der südserbischen Provinz, die seit Kriegsende 1999 von der UNO verwaltet wird.

Die Verwaltung des Schul-, Gesundheits-, Sozialsystems sollen dabei ebenso zur Sprache kommen, wie die Regelung der Postenbesetzung bei Polizei und Gerichten. Die serbische Seite verlangt etwa, dass Personalentscheidungen bei Polizei und Gerichten durch die Gemeinden getroffen werden. Die kosovo-albanische Seite will dies von Pristina aus regeln.

Die Verhandlerteams werden von Lutfi Haziri (siehe Bild), dem kosovarischen Minister für Lokalverwaltung, und Leon Kojen, dem Berater des serbischen Präsidenten, Boris Tadic, geleitet. Die Gespräche finden im Rahmen der UNO statt. Zunächst verlaufen sie getrennt zwischen den jeweiligen Delegationen und den UNO-Verhandlern (UNOSEK). Im Anschluss an eine gemeinsame Debatte ist am späteren Nachmittag ein Pressestatement angesetzt.

Am zweiten Tag der achten Gesprächsrunde, am Dienstag, sollen zum ersten Mal auch Minderheitenrechte zur Sprache kommen. Serbien wollte die Minderheitenrechte eigentlich nur gemeinsam mit der Frage des zukünftigen völkerrechtlichen Status des Kosovo behandeln.

Sonntag, 09. Mai 2021
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