Der Radsport-Weltverband gab den Fall nach der Bestätigung durch die B-Probe an den US-Verband weiter, der nun ein Doping-Verfahren gegen Landis einleiten wird. Ihm droht eine zweijährige Sperre und die Aberkennung des Tour-Sieges. Auf Grund des von den Radsport-Teams beschlossenen so genannten Ethik-Codes käme für Landis zu der Zwei-Jahres-Sperre noch ein Arbeitsverbot für zwei weitere Jahre in den Pro-Tour-Teams hinzu. Außerdem wird er auch die 450.000 Euro Preisgeld zurückgeben müssen.
Landis wird damit wohl auf unrühmliche Weise Geschichte schreiben, denn noch nie zuvor war einem Tour-Sieger der Triumph wegen eines Doping-Vergehens aberkannt worden. Der zweitplatzierte Spanier Oscar Pereiro, der die Tour 57 Sekunden hinter Landis beendet hatte, wird aller Voraussicht nach als neuer Sieger gewertet. Er wäre der erste spanische Triumphator seit Miguel Indurain 1995. Bis dahin werden aber noch einige Verfahren und viele Monate vergehen.
Landis will nicht aufgeben
Denn der US-Amerikaner, der den erhöhten Testosteronwert stets als natürliche Erscheinung, die vom eigenen Körper produziert werde, erklärt hatte, gibt nicht auf. Schon vor Bekanntgabe des Ergebnisses der B-Probe teilte er auf seiner Homepage (FloydLandis.com) mit: "Ich werde kämpfen, um meinen Namen zu säubern. Ich habe bei der Tour de France nicht aufgegeben und werde jetzt auch nicht aufgeben. Ganz gleich, was die B-Probe aussagt."
Phonak entlässt Kapitän
Das Schweizer Phonak-Team hat unterdessen seine Ankündigung wahr gemacht, und den Kapitän nach der ebenfalls positiven B-Probe aus der Mannschaft entlassen.
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