Mo, 19. November 2018

Trotz hoher Hürden

07.03.2016 19:37

Frauen in Salzburg holten sehr viel auf

Salzburgs Frauen holen auf im Kampf der Geschlechter. Das geht aus einem Bericht des Frauenreferats der Landesregierung hervor, den die zuständige Landesrätin Martina Berthold (Grüne) jetzt präsentierte.

Aber es gibt nach wie vor strukturelle Hürden, die dringend beseitigt werden müssen. So verdienen Frauen immer noch weniger Geld als Männer, kommen seltener in Führungspositionen und arbeiten eher in Teilzeit. Daher sind besonders allein erziehende Mütter und Witwen von Armut betroffen. Aber es gibt auch Zahlen, die Mut machen:

-) Frauen haben nicht nur aufgeholt, sie sind heute sogar besser ausgebildet als Männer. Im Wintersemester 2014/15 waren an der Uni Salzburg rund 7 Prozent mehr Frauen eingeschrieben als Männer. 2013 war der weibliche Anteil unter Salzburgs Akademikern erstmals höher als der männliche.

-) Immer mehr Frauen wagen den Schritt in die Selbstständigkeit: Der Anteil ist hat sich in den letzten Jahren von 10 Prozent auf 11,4 erhöht. Gleichzeitig hat auch die Zahl der berufstätigen Frauen zugenommen: 2013 waren etwa zwei Drittel der Salzburgerinnen erwerbstätig.

-) Das ist auch auf das verbesserte Betreuungsangebot zurückzuführen: Über 80 Prozent aller Salzburger Mütter mit Kindern unter 25 Jahren sind inzwischen berufstätig. Die höchste Erwerbsquote liegt in der Altersgruppe der 40-bis 44-Jährigen.

-) Mehr Frauen (54 %) als Männer sind als Allgemeinmediziner tätig. Tendenz steigend, denn unter angehenden Ärzten ist der Anteil der Frauen (59 Prozent) höher als jener der Männer.

-) Frau Direktor: Über die Hälfte aller Schulen im Bundesland Salzburg (61,4%) stehen unter der Leitung einer Frau. Auch in den Klassenzimmern sind Frauen präsent: 70 Prozent der Lehrer weiblich!

-) Männer verdienen mehr Geld, Frauen holen auf: Verdiente eine Frau 2009 im Schnitt noch 22,4 Prozent weniger als ein Mann, waren es 2014 (nur) noch 20,4 Prozent.

-) Frauen gehen eher zu Vorsorgeuntersuchungen. Und das wirkt sich auch auf die Lebenserwartung aus: 2014 betrug sie für Mädchen rund 85 Jahre (Buben: 80 Jahre), 1961 lag sie noch bei 72 Jahren (67 Jahre).

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