Di, 21. Mai 2019
09.01.2016 16:52

Großeinsatz in Kitz

73 Schneekanonen für Hahnenkamm-Beschneiung

Der Blick in die Geschichte verwundert: Nur vereinzelt fiel das legendäre Kitzbüheler Rennen seit der "Geburt" im Jahr 1931 wegen Schneemangels aus. Heutzutage wäre das ohne die 73 Schneekanonen am Hahnenkamm wohl die Regel. Ein Personal- und Materialaufwand der Superlative ist auch heuer dringend nötig.

1964 war für das Jubiläumsrennen (25. Auflage) alles angerichtet. Doch die Streif lag schmutzigbraun da, eine Schweizer Firma lieferte vier Vorgänger späterer Schneekanonen, die eigentlich für Olympia 1964 in Innsbruck bestimmt waren, nach Kitzbühel. Doch vergeblich. Wie zum Hohn schneite es einen Tag vor dem Rennen wie verrückt, doch dies half nichts mehr.

Föhn oder Regen als Spielverderber

Der nächste Tiefschlag folgte erst 1988: Der Föhn wollte nicht aufhören, in den Flachstücken sammelte sich bereits das Wasser. Katerstimmung, das Rennen wurde in das kältere Bad Kleinkirchheim (Kärnten) verlegt. Auch 1993 spülte Dauerregen das Rennen weg, obwohl zwei (!) Schneekanonen angemietet wurden. Bei einem Gasthaus kam daher kein Wasser mehr aus der Leitung, der Hausberg blieb trotzdem grün.

Bis zu 350 Liter Wasser pro Sekunde

Heutzutage ist die Natur noch immer launisch, doch die launische Diva muss schon alle Register ziehen, um die Präparierung zu verhindern. "Wir haben 73 Schneekanonen am Hahnenkamm", erklärt Bergbahn-Chef Josef Burger, "damit können bis zu 350 Liter Wasser pro Sekunde zu Schnee gemacht werden". Pro Minute sind es 21.000 Liter, also fast ein ganzer Tankwagen voll Wasser. In 24 Stunden sind es 30,2 Millionen Liter. Damit würde der riesige Speichersee bei der Seidlalm an einem Tag geleert. Mitte der Woche, wenn es kälter wird, werden die Schneeanlagen vor allem am Hausberg voll laufen. Das letzte Wort hat freilich immer noch Mutter Natur - falls es an den Renntagen stürmt, schneit oder regnet, war der gigantische Aufwand leider umsonst . . .

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