Mo, 20. August 2018

Szenen wie in Graz

21.12.2015 21:49

Amokfahrt in Las Vegas: Ein Toter, 37 Verletzte

Bei einer Amokfahrt mitten in Las Vegas ist ein Auto in eine Gruppe von Fußgängern gerast. Mindestens eine Person kam ums Leben, 37 Menschen wurden verletzt, sieben von ihnen lebensgefährlich. Zeugen berichteten, dass die 24-jährige Lenkerin, die später als Lakeisha Holloway identifiziert wurde, nach den ersten Kollisionen mit Fußgängern erneut Gas gegeben habe. "Sie hat absichtlich gehandelt", hieß es auch seitens der Behörden.

Der Vorfall ereignete sich am Sonntagabend (Ortszeit) vor einem Hotel auf der berühmten Hotel- und Casinomeile der Stadt im US-Bundesstaat Nevada. Zunächst war nicht klar, ob es sich um einen Unfall handelte oder ob die Fahrerin absichtlich vom Las Vegas Boulevard auf den Gehsteig gerast war. Auf der Straße herrschte Chaos, die Menschen rannten in Panik davon.

"Menschen niedergemäht"
Nachdem Polizei und Rettung eingetroffen waren und erste Zeugen befragt wurden, war rasch klar, dass es sich wohl um eine Amokfahrt gehandelt haben muss: "Ich sah die Frau am Steuer. Sie wirkte nicht, als ob sie vorgehabt hätte, zu bremsen. Sie hatte beide Hände am Steuer, starrte geradeaus und hat einfach weiter die Menschen niedergemäht", berichtete ein Augenzeuge gegenüber CNN. Mindestens dreimal sei die 24-Jährige von der Straße auf den Gehsteig gewechselt und habe dabei Menschen angefahren.

Dreijähriges Kind in Amokfahrzeug
"37 Verletzte am Las Vegas Blvd., eine Person tot, einige nach wie vor in kritischem Zustand. Die Fahrerin ist in Haft", postete das Las Vegas Police Department kurz nach dem Drama auf Twitter. Wenig später folgte ein Aufruf an Zeugen, sich bei der Polizei von Las Vegas zu melden.

Mit im Amokfahrzeug war auch ein dreijähriges Kind. Es blieb bei dem Vorfall unverletzt. Ob es sich um das Kind von Lakeisha Holloway handelt, ist noch unklar. Die 24-Jährige wird nun auf Drogen und Alkohol untersucht und einvernommen. Dennoch schließt die Polizei einen Terroranschlag aus: "Das war kein terroristischer Akt", stellte Polizeichef Brett Zimmerman klar.

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