Di, 16. Oktober 2018

Fünf Bürgermeister

14.12.2015 18:40

Gemeinsamer Kampf für die Voitsberger Chirurgie

Der Kampf um die Geburtenstation im lokalen Landeskrankenhaus wurde einst verloren, jetzt soll in Voitsberg nicht dasselbe mit der Chirurgie passieren. Daher haben sich die fünf Kernraum-Bürgermeister zusammengeschlossen und wollen sich für den Erhalt einsetzen. Das Thema wird am Dienstag auf Antrag der FPÖ auch im Landtag diskutiert: Sie will in einem Entschließungsantrag über den Erhalt der Chirurgie abstimmen lassen.

Laut Landesrat Christopher Drexler ist eine Verwaltungskooperation zwischen den Spitälern Voitsberg und Deutschlandsberg angedacht; konkrete Pläne (bzw. die gesamte Spitalszukunft der Steiermark) sollen im März oder April präsentiert werden. Bei den Bürgermeistern Ernst Meixner (Voitsberg), Bernd Osprian (Bärnbach), Helmut Linhart (Köflach), Kurt Riemer (Maria Lankowitz) und Engelbert Köppel (Rosental) schrillen aber bereits jetzt die Alarmglocken. Sie sprechen sich gegen einen Spitalsverbund Voitsberg-Deutschlandsberg aus.

Weitere Anreise nach Deutschlandsberg
Die Befürchtung, die durch Gespräche mit Ärzten und Betriebsräten bestärkt wurde: Die Chirurgie könnte nach Deutschlandsberg verlagert werden, als "Kettenreaktion" könnten auch Anästhesie- und Intensiv-Abteilung wegfallen. "Gerade in meiner Gemeinde gibt es abgelegene Regionen, eine Anreise nach Deutschlandsberg wäre schwierig", erzählt Riemer. "Ein vollwertiges Spital in Voitsberg ist unumgänglich."

Meixner glaubt, dass der Großteil der Patienten nach Graz ausweichen würde. Generell wäre eine Kooperation mit dem LKH Graz sinnvoller, die Chirurgie sei in diesem Fall laut Meixner nicht gefährdet.

"Wirtschaftliche Schwächung der Region"
Linhart befürchtet auch eine weitere wirtschaftliche Schwächung für die Region, nicht zuletzt da Arbeitsplätze wegfallen würden. Auch käme es zu Mehrkosten für das Rote Kreuz (mehr Fahrten, mehr Personal notwendig), die letztlich wieder die Gemeinden treffen.

Durch ihr gemeinsames Auftreten wollen die Ortschefs Druck auf die Entscheider in der Landesregierung machen. Große öffentliche Proteste sind vorerst aber nicht geplant. Bei der Geburtenstation hatten damals ja auch 13.500 Unterschriften nichts geholfen…

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