18.06.2006 18:12 |

Noch mehr Terror

Al-Kaida plante Anschlag auf New Yorker Metro

Das Terrornetzwerk Al-Kaida hat nach Recherchen eines renommierten US-Journalisten im Jahr 2003 einen Giftgasanschlag auf die New Yorker U-Bahn geplant. 45 Tage vor dem vorgesehen Termin habe Ayman al-Zawahiri, der Stellvertreter von Osama bin Laden, den Plan jedoch abgeblasen, wie das Nachrichtenmagazin "Time" am Sonntag auf seiner Website aus einem Buch des Journalisten Ron Suskind zitierte.

Ein Informant aus dem Umfeld der Al-Kaida-Führung habe die US- Behörden darüber in Kenntnis gesetzt, dass Zawahiri das Vorhaben im Jänner 2003 abgesagt habe. Ein solcher Anschlag hätte unter Umständen ebenso viele Menschen das Leben gekostet wie die Terroranschläge vom 11. September 2001. Dabei hätte Hydrogencyanid über ein leicht zu verbergendes System in zahlreichen U-Bahn-Waggons freigesetzt werden sollen.

Pläne auf Computer entdeckt
Pläne für einen solchen Anschlag hatten US-Ermittler auf dem Computer eines im Februar 2003 festgenommenen Islamisten aus Bahrain entdeckt. Ihnen gelang ein funktionierender Nachbau des Systems, das Suskind zufolge für die Al-Kaida einen Durchbruch in der Waffentechnologie bedeutete. Alle vorherigen Bemühungen, das tödliche Gas bei Anschlägen im großen Stil einzusetzen, scheiterten.

FBI hüllt sich in Schweigen
Ein Sprecher der US-Bundespolizei FBI lehnte es ab, Einzelheiten des Berichts zu bestätigen. Ein Sprecher der New Yorker Polizei sagte, die Behörden hätten von dem geplanten Anschlag gewusst. Es seien angemessene Vorsichtsmaßnahmen ergriffen worden. Die New Yorker Verkehrsbehörde lehnte eine Stellungnahme ab.