Di, 19. Februar 2019
29.11.2015 18:12

Tumulte in Paris

Rund 100 Randalierer vor Klimagipfel festgenommen

Ungeachtet eines Demonstrationsverbots sind Tausende Klimaschützer vor Beginn des UN-Klimagipfels in Paris auf die Straße gegangen. Auf dem Platz der Republik warfen Dutzende Vermummte Flaschen und andere Geschoße auf Polizisten, die auf dem Platz eine friedliche Protestaktion sichern sollten. Die Beamten antworteten mit Tränengas und setzten Schlagstöcke ein. Rund 100 Personen wurden vorübergehend festgenommen.

Gastgeber Frankreich hat unterdessen die Teilnehmer des Gipfels aufgefordert, zügig zu verhandeln, um Chaos und ein mögliches Scheitern der Konferenz zu vermeiden. "Ich verstehe, dass manche die Tendenz haben, darauf zu warten, dass der andere den ersten Schritt macht", sagte Außenminister Laurent Fabius am Sonntagabend bei einem Vorgespräch, an dem Delegationen zahlreicher Staaten teilnahmen.

Es sei aber falsch, auf ein "Wunder der letzten Nacht" oder auf eine Verlängerung der bis zum 11. Dezember geplanten Konferenz zu hoffen. "Wir haben ein Schlussdatum festgelegt, und viele müssen am Abend des 11. Dezember abreisen."

Verbindlicher Vertrag Ziel des Gipfels
Der UN-Klimagipfel beginnt offiziell an diesem Montag. Ziel ist ein verbindlicher Vertrag, um den Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase zu drosseln und die Erderwärmung einzudämmen. Zu der Eröffnungsveranstaltung haben sich 147 Staats- und Regierungschefs angekündigt.

Eine Teilnehmerin des Vorgespräches beschwerte sich. Sie sagte, einige Delegationsmitglieder hätten wegen logistischer Probleme am Eingang nicht rechtzeitig im Konferenzsaal erscheinen können.

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