Leben verfilmt

Steve Jobs: Genialer Visionär und schwieriger Chef

Kino
07.11.2015 15:00
Steve Jobs hat in seinem Leben immer wieder die Entwicklung der Computer-Welt mitbestimmt. Als er und sein Jugendfreund Steve Wozniak in der Garage von Jobs' Eltern die ersten einfachen Apple-Computer zusammenlöteten, feuerten sie die kommende PC-Revolution an. Mit dem Macintosh bekamen Computer 1984 eine grafische Bedienoberfläche und die Maus.

Das Animations-Studio Pixar, das ihm gehörte, betrat 1995 Neuland mit dem ersten abendfüllenden Computer-Trickfilm "Toy Story". Der 2001 vorgestellte iPod-Player und die Download-Plattform iTunes öffneten der Musikindustrie die Tür zum Geschäft im Internet. Das iPhone gab schließlich mit seiner Touchscreen-Bedienung 2007 die Richtung für moderne Smartphones vor. Wie kein anderer Chef einer High-Tech-Firma gelang es Jobs, bei wichtigen Produktpräsentationen das Publikum in seinen Bann zu ziehen.

Jobs war eine komplexe und zugleich oft schwierige Persönlichkeit. Ein Studienabbrecher, der Schönschrift und Zen-Buddhismus studierte und Monate in Indien verbrachte, aber seine Anfang der Achtziger geborene uneheliche Tochter zunächst verleugnete. Vor allem in jungen Jahren auch ein impulsiver, mitunter herrischer Chef, der wenig Geduld mit seinen Mitarbeitern hatte und wegen seiner Wutausbrüche gefürchtet war. Das trug auch dazu bei, dass Jobs 1985 bei Apple entmachtet wurde und seine Firma verließ. Er kehrte erst 1997 zurück und machte aus dem Pleitekandidaten einen Milliarden-Konzern.

Mit zunehmendem Alter wurde Jobs ruhiger
In späteren Jahren soll Jobs nicht nur als Chef von Apple, sondern auch persönlich ein viel ausgewogenerer Mensch geworden sein. Dazu trug seine Familie bei. Er hatte seine Ehefrau Laurene Powell 1991 geheiratet, das Paar bekam drei Kinder. Jobs starb im Oktober 2011 mit 56 Jahren nach jahrelangem Kampf gegen die Folgen einer Krebserkrankung.

Seitdem widmeten sich mehrere Filmprojekte dem Visionär, etwa "Jobs" mit Ashon Kutcher 2013 oder heuer die von Alex Gibney inszenierte Doku "The Man in the Machine" und das von Aaron Sorkin geschriebene Drama "Steve Jobs", das am 12. November in den österreichischen Kinos startet. Für 2017 ist sogar eine Opernproduktion im Opernhaus von Santa Fe angekündigt: Das Werk des Komponisten Mason Bates trägt den Namen "The (R)evolution of Steve Jobs" ("Die (R)evolution von Steve Jobs").

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