Rapid-Sportchef Markus Katzer sprach nach dem Pyro-Eklat im Wiener Derby und der 0:2-Pleite gegen die Austria von einem „schwarzen Tag“. Und: „Man kann nichts anderes machen als Gespräche führen“, so Katzer.
Die Austria darf wie im Vorjahr wieder ganz nach oben blicken, Rapid droht neben der sportlichen Misere auch ein Nachspiel vor dem Strafsenat. Nach dem 2:0-Heimsieg im Wiener Derby am Sonntag durften die Violetten auf eine Runde ganz nach ihrem Geschmack zurückblicken. Nur einen Zähler liegt die Austria hinter Platz eins, das erste Ziel – die Meistergruppe – rückt näher. Rapids Chancen darauf sanken in Wien-Favoriten. Dazu sorgten die Auswärtsfans für unschöne Szenen. Dass der grün-weiße Anhang mit dem Werfen von Böllern und anderer pyrotechnischer Gegenstände in den Schlussminuten noch eine Spielunterbrechung erzwang, bringt die Vereins-Granden einmal mehr in Erklärungsnot. Eine saftige Strafe vom Strafsenat der Liga droht. Eine Sperre des Heimsektors für drei Spiele steht für den bereits auf Bewährung verurteilten Klub ebenso im Raum wie eine Geldstrafe.
Man kann nichts anderes machen als Gespräche führen.
Rapid-Sportchef Markus Katzer
„Wir wollen Rapid sehen“, hatten die erstmals seit den Derby-Vorfällen im September 2024 wieder zugelassenen Auswärtsfans zunächst skandiert, als sich das zwölfte sieglose Pflichtspiel in Folge bedrohlich ankündigte, hieß es kurz vor dem Eklat nur noch: „Wir haben die Schnauze voll.“ Der weiter sieglose Trainer Johannes Hoff Thorup merkte an, dass er die Enttäuschung der Fans verstehe. „Aber natürlich darf sich die Frustration nicht so zeigen wie heute am Ende des Spiels“, so der Däne.
„Schwarzer Tag“
Rapid-Sportchef Katzer sprach nach dem Spiel bei „Sky“ von einem „schwarzen Tag“. Neben der sportlichen Krise – zwölf Spiele ohne Sieg – kommt nun auch wieder das leidige Fanthema hinzu. „Das gehört nicht auf einem Fußballplatz, da kann man keine zweite Meinung haben. Es ist natürlich nur immer eine kleine Fangruppe. Ich will nicht alle in einen Topf werfen“, stellte Katzer klar.
Und weiter: „Man kann nichts anderes machen als Gespräche führen. Es ist schade, weil es das erste Derby mit Auswärtsfans war und das zu einer guten Stimmung im Stadion gehört. So wird es schwierig, dass es nicht wieder Sanktionen gibt.“
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