Nach Lawinenabgang
Zug in der Schweiz entgleist: 5 Menschen verletzt
Am Montagmorgen ist ein Zug im Schweizer Kanton Wallis entgleist. Zuvor soll eine Lawine niedergegangen sein. 30 Menschen befanden sich in dem Schienenfahrzeug, als sich das Unglück ereignete. Die Betroffenen wurden mittlerweile aus dem Zug gebracht – fünf Menschen wurden laut Polizei verletzt. Die Strecke wurde gesperrt.
Der Vorfall habe sich im Stockgraben-Tunnel zwischen Goppenstein und Hohtenn hinter dem Lötschbergtunnel ereignet. Beim Zug handelte es sich um einen Regioexpress, der um 6.12 Uhr in Spiez abgefahren war. Nach Angaben der Bern-Lötschberg-Simplon-Bahn (BLS) befanden sich zum Zeitpunkt der Entgleisung um ca. 7 Uhr etwa 30 Passagiere an Bord.
Das Bahnunternehmen BLS erklärte gegenüber „20 Minuten“: „Der Zug ist wegen einer Lawine entgleist, die im Bereich Stockgraben hinunterging.“ Nach ersten Ermittlungsergebnissen könnte eine Lawine kurz vor der Durchfahrt des Zugs die Gleise blockiert haben.
Hier sehen Sie ein weiteres Bild von der Unfallstelle:
Vier der Verletzten wurden vor Ort versorgt. Eine Person sei in eine Klinik transportiert worden, hieß es von der Polizei. Der Regionalzug war bei der Ausfahrt aus einer Galerie – einem überdachten Gleisabschnitt – entgleist. An der Stelle sei viel Schnee gelegen, sagte ein Polizeisprecher. Zuvor hatte das Unternehmen Bern-Lötschberg-Simplon-Bahn (BLS) berichtet, das die betroffene Verbindung betreibt, dass die Strecke zwischen Goppenstein und dem nahe gelegenen Brig wegen einer Lawine unterbrochen sei.
Die Unterbrechung des Bahnverkehrs auf der betroffenen Strecke im Kanton Wallis werde bis mindestens Dienstag 4.00 Uhr dauern, berichteten die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB). Betroffen sei die Linie RE1, die zwischen Bern und Brig verkehrt.
Häuser wegen Lawinengefahr geräumt
Rund 60 Kilometer südwestlich von Goppenheim in der Gemeinde Orsières wurden unterdessen rund 50 Einwohnerinnen und Einwohner wegen Lawinengefahr vorsorglich aus einer Gefahrenzone in Sicherheit gebracht. Die Behörden verwiesen auf Unwetter mit starken Winden sowie zu erwartenden Niederschlägen. Die Leute dürfen frühestens Mittwoch in ihre Häuser zurückkehren.
Große Lawinengefahr im Wallis
Goppenstein liegt am südlichen Ende des Lötschberg-Eisenbahntunnels. Bereits am vergangenen Donnerstag hatte eine Lawine einen Abschnitt der Kantonsstraße zwischen dem Lötschental und der Ebene auf Höhe von Goppenstein verschüttet. Der Straßenverkehr und der Autotransport am Lötschberg waren mehrere Stunden lang unterbrochen. Dieser Vorfall hatte keine Verletzten oder Schäden zur Folge. Seit mehreren Tagen besteht im gesamten Wallis große Lawinengefahr.
Neuschnee und Sturm haben im Norden der Schweiz und im Wallis viel Triebschnee zur Folge. Im Neu- und Triebschnee können Lawinen leicht ausgelöst werden oder spontan abgehen, hieß es von der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) von Montagfrüh: Werden tiefere Schneeschichten mitgerissen, können sie sehr groß werden.









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