Mi, 18. Juli 2018

Ideen sind gefragt

29.10.2015 18:55

Jugendliche wollen Gleisdorf verändern

Mögen sie sich in anderen politischen Gremien gegenseitig fast die Köpfe einhauen: Die Jungpolitiker in Gleisdorf ziehen – quer durch alle Parteien – an einem Strang. Viele junge Ideen sollen in der Stadt verwirklich werden. Dafür gibt es ein eigenes Budget von 150.000 Euro pro Jahr.

Wenn ein Grüner (Thomas Wilhelm) und ein Blauer (Joachim Dokter) gleiche Ziele verfolgen, wenn eine Rote (Cornelia Krautstingl) und ein Schwarzer (Dominik Kutschera) auf konstruktive Ideen anstelle von Machtspielchen setzen, und wenn dann sogar noch ein Pinker der NEOS (Maximilian Haas) mit im Boot ist: Dann ist es etwas Außergewöhnliches, das in den vergangenen Monaten in Gleisdorf entstanden ist.

Nun werden Ideen gesammelt
"Plan G" nennt sich eine laut den Initiatoren österreichweit einzigartige Einrichtung. Jugendliche zwischen 14 und 24 Jahren (auch aus anderen Gemeinden) können Ideen für kleine und große Projekte in Gleisdorf einreichen - über Facebook, in einer mobilen Video-Box oder klassisch in Ideen-Sammelboxen, die zum Beispiel an allen Schulen der Stadt stehen.

Ein Forum aus 15 Gleisdorfern zwischen 16 und 29 Jahren (zwei Plätze sind derzeit noch unbesetzt, Bewerbungen bis 23. 11.) entscheidet dann demokratisch, welche Projekte umgesetzt werden. Dafür steht in den kommenden vier Jahren jeweils ein Budget über 150.000 Euro zur Verfügung. Es gibt also eine große Verantwortung - auch für jene, deren Ideen zum Zug kommen. Sie sollen bei der Umsetzung eingebunden werden. Die erste Einreichfrist für Projektideen endet am 29. November.

Bürgermeister Christoph Stark ist "sehr stolz auf unsere Jugendlichen, die sich überparteilich gefunden haben. Sie haben mehrere Monate an dieser Sache gearbeitet."

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