19.08.2015 17:32 |

Taliban-Problem

Messner bricht Yeti-Recherchereise in Pakistan ab

Der ehemalige Extrembergsteiger Reinhold Messner hat eine Yeti-Recherchereise nach Pakistan wegen möglicher Taliban-Anschläge abgebrochen. "Wir waren auf der Reise nach Pakistan, aber wurden wegen Taliban-Problemen zurückgerufen", sagte der 70-Jährige am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur.

Die Reise sei in der Presse durchgesickert, was zum Abbruch geführt hätte. Er sei mit einem englischen Forscherteam und einem Filmteam unterwegs gewesen, die an einem Yeti-Projekt arbeiteten. Nähere Details wollte Messner nicht bekannt geben. Der Südtiroler Bergsteiger beschäftigt sich seit Langem mit dem legendären "Schneemenschen" und seinen Hintergründen.

Messner hat als erster Mensch alle 14 Achttausender bestiegen, als Erster den Mount Everest ohne Sauerstoff und später sogar alleine geschafft. Er fasziniert - und irritiert: Extrem in allen Dingen, polarisiert er wie kaum ein anderer.

Yeti ist laut Messner ein Bär
Messner, der sich am liebsten Grenzgänger nennt, ist auch Autor, Biobauer, Politiker, Museumsgründer und Medienprofi. Für die Grünen saß er fünf Jahre im Europaparlament, in der Südtiroler Ortschaft Sulden am Ortler züchtet er Yaks, als Experte für Risikomanagement wird er zu Vorträgen geladen. Mit Wirtschaftsbossen steigt er auf Berge, auch mit der deutschen Kanzlerin Angela Merkel ging er wandern. Er habe auch wissenschaftliche Arbeit geleistet, sagt er, nämlich als er den "Schneemenschen" Yeti als Bären enttarnte.

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