Mi, 12. Dezember 2018

Bilanz 2014

01.04.2015 12:46

Jugendanwaltschaft beriet Klienten in 380 Fällen

Rund 380 Einzelfallberatungen hat die Kinder- und Jugendanwaltschaft Vorarlberg 2014 durchgeführt. In rund einem Viertel der Fälle seien Kinder und Jugendliche mit ihren Fragen direkt zur sogenannten KiJa gekommen. Der Großteil dieser Burschen und Mädchen war zwischen 13 und 18 Jahre alt. Etwa jede fünfte Anfrage betraf die Themen Kontaktrecht, Obsorge und Unterhalt.

Danach folgten die Maßnahmen der Kinder- und Jugendhilfe, informierte der Vorarlberger Kinder- und Jugendanwalt Michael Rauch bei der Präsentation des Tätigkeitsberichtes 2014 am Mittwoch in Bregenz. Zudem werde das Thema Schule (Mobbing) immer wichtiger, 8,2 Prozent der Anfragen fielen in diese Gruppe. An 48 Schulen hat die KiJa 2014 in 159 Klassen der achten Schulstufe rund 3.000 14-Jährige über die UN-Kinderrechte informiert und mit den Jugendlichen das Vorarlberger Jugendschutzgesetz diskutiert. Seit Beginn des Schuljahres 2014/15 werden die Informationsstunden auch für Volksschulkinder angeboten.

Außer in Schulen hat die KiJa im vergangenen Jahr im Rahmen eines Pilotprojektes in vier sozialpädagogischen Einrichtungen des Landes (Paedakoop in Schlins und Wohngruppe Feldkirch-Altenstadt, SOS-Kinderdorfwohngruppe in Dornbirn und Bregenz, ifs Wohngemeinschaft) Sprechstunden für die fremd untergebrachten Kinder und Jugendlichen abgehalten. Ziel sei es gewesen, den Mädchen und Buben eine unabhängige Anlaufstelle für ihre Fragen und Probleme zu bieten.

Anders als erwartet drehten sich die Anfragen in den Infostellen "nicht so sehr um Probleme in den Einrichtungen als vielmehr um den Kontakt zu den Herkunftsfamilien", berichtete Rauch. Gefragt wurde etwa, wie oft diese Besuche erlaubt seien oder ob man diese ganz verweigern bzw. verbieten könne. "Das Projekt hat sich sehr bewährt", sagte Rauch. 2015 soll es deshalb an ausgewählten Einrichtungen weitergeführt werden.

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