Mo, 25. Juni 2018

Nun Hausarrest

20.03.2015 13:58

Führer der Goldenen Morgenröte enthaftet

Die griechische Justiz hat die Führung der rechtsextremistischen Partei Goldene Morgenröte unter strengen Auflagen aus der Untersuchungshaft entlassen. Nach griechischem Recht kommen Angeklagte aus der U-Haft frei, wenn sie binnen 18 Monaten nicht rechtskräftig verurteilt worden sind. Parteichef Nikolaos Michaloliakos wird nun unter Hausarrest gestellt.

Zu den 72 Angeklagten gehören Michaloliakos sowie weitere 17 ehemalige und aktuelle Abgeordnete der rassistischen Partei. Sie sind wegen Gründung einer kriminellen Vereinigung, Körperverletzung und illegalen Waffenbesitzes angeklagt. Der Prozess soll am 20. April beginnen. Den Angeklagten drohen im Fall einer Verurteilung Freiheitsstrafen von bis zu 20 Jahren.

Hintergrund des Prozesses ist der Tod eines linken Musikers im September 2013. Der Mann war von einem Anhänger der Goldenen Morgenröte erstochen worden. Der Täter gestand. Es folgten Hausdurchsuchungen und Ermittlungen gegen die Parteispitze sowie zahlreiche Funktionäre.

Trotz der Ermittlungen wurde die Neonazi-Partei bei der Wahl am 25. Jänner mit 6,3 Prozent drittstärkste politische Kraft in Griechenland. Der Parteivorsitzende Michaloliakos und die meisten angeklagten Abgeordneten wurden wiedergewählt.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.