20.03.2006 07:55 |

Spitzenfeld

Österreich auf Platz drei der Wettbewerbsfähigkeit

Österreich hat im Jahr 2005 den Sprung auf Platz drei der Wettbewerbsfähigkeit in den EU-Staaten geschafft und liegt hinter Dänemark und Schweden im Spitzenfeld der Europäischen Union. Das geht aus einer Studie des Londoner Centre for European Reform im Auftrag der EU-Kommission hervor.

Die Studie des Londoner Centre for European Reform beurteilt, wie erfolgreich die EU-Mitgliedstaaten bei der Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit sind. Dies gilt als wichtigstes Kriterium, um die Lissabon-Ziele - den Rückstand zu den globalen Mitbewerbern USA und Asien aufzuholen - zu erreichen.

Österreich liegt in den Kategorien Frauenbeschäftigung, Energieeffizienz und Schulabschlüsse ganz vorne. Eine Spur schlechter, aber immer noch weit vorne liegt die Alpenrepublik zudem in den Lissabon -Disziplinen Wohlstand, Produktivität und Langzeitarbeitslosigkeit. Bei der Beschäftigung Älterer und in der Kyoto-Strategie zur Eindämmung der Treibhausgase werden dagegen Defizite konstatiert.

Während Österreich in dem Ranking die Niederlande überholen konnte und auf Platz drei vorstieß, sorgt sich Studienautorin Aurore Wanlin vor allem um Polen. Mit einer Beschäftigungsquote von lediglich 52 Prozent und rückläufigen Auslandsinvestitionen übernimmt Polen 2005 von Italien den Schwarzen Peter.

Insgesamt hat Europa 2005 den Fitness-Test nicht bestanden. Zur Erreichung der im Jahr 2000 gestarteten Lissabon-Ziele fehlen rund 20 Millionen Jobs, der Rückstand zu den globalen Mitbewerbern USA und Asien wächst ständig, statt zu schrumpfen.

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